Das ist der exklusivste Trail in Genua – leider nur für Rennfahrer | Ride MTB

Das ist der exklusivste Trail in Genua – leider nur für Rennfahrer

Red Bull Cerro Abajo Genova 2026

Genua ist ein Enduro-Geheimtipp, unweit des Rummels von Finale Ligure. Den exklusivsten Trail der Hafenstadt fahren die Teilnehmer des Red Bull Cerro Abajo fahren, eine City-Downhill-Strecke durch enge Gassen, über Treppen und im Flug über ganze Strassen hinweg. Spektakel pur auf sonst so nicht fahrbaren Wegen.

Genua ist in den letzten Jahren zum Trail-Geheimtipp avanciert, das hügelige Hinterland der Hafenstadt bietet ligurische Qualität ohne Shuttle-Gedöns und Dichtestress alla Finale. Genua ist zudem zum festen Teil der Red Bull Cerro Abajo Series geworden, den Urban Downhill Races, die in Lateinamerika geboren wurde und in Stuttgart bald den zweiten europäischen Ableger eröffnet.

In der traditionsreichen norditalienischen Stadt haben City-Spezialisten am vergangenen Wochenende Gassen, Treppen und Stützmauern unsicher gemacht. Über 2,2 Kilometer führt die Rennstrecke vom Monte Peralto 280 Höhenmeter hinunter auf den Largo della Zecca in der Altstadt. Die engen Strassenschluchten, Absätze und Hausecken möbelt der Veranstalter mit Wallrides, Absprung- und Laderampen auf, sodass daraus ein flüssiger Run wird, auf dem sich die Stadtritter austoben können. Hier die POV-Aufnahme des Winning Run von Hugo Vieira. In den Gassen, die kaum breiter sind als der Lenker, kostet schon Zuschauen Nerven.

Auffällig ist, dass sich in den Cerro-Abajo-Rennen eine neue Spezialistengruppe herausgebildet hat. Im DH-Weltcup der UCI sucht man ihre Namen vergeblich. Auf der anderen Seite hatten in Genua Fahrer, die im Downhill-Zirkus zumindest einmal eine Rolle gespielt haben, etwa Sam Blenkinsop oder Brook Macdonald, auf den Strassen Genuas mit dem Sieg nichts zu tun.

Am Schnellsten im Ziel ist der Brasilianer Sergio Vieira vor dem unverwüstlichen Johannes Fischbach (vor 15 Jahren immerhin einmal DH-WM-Top-10-Finisher) und dem Spanier Alex Marin. Rangliste 

Die letzte Runde der Serie ist eine Premiere: In Stuttgart, der Hauptstadt der Zwei-Meter-Regel dürfen die Cerro Abajo Racer exklusiv vom Teehaus in die Stadt hinunter ballern, das Ziel befindet sich auf dem Wilhelmsplatz. Dazwischen gibts diverse «Staffele» genannte Treppen und natürlich fetteste Kicker und Roadgaps zu überwinden.

Und falls sich hier doch jemand motiviert und fähig fühlt, mit 50 km/h einen Meter breite Treppen hinunter zu brettern, wäre eine aussagekräftige Bewerbung bei Red Bull der nächste Schritt.

 


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