Der neue Avinox macht das MTB zum Motorrad | Ride MTB

Der neue Avinox macht das MTB zum Motorrad

Avinox setzt in Sachen Leistung erneut neue Massstäbe.

Mit dem M2S hebt Avinox seinen E-Bike-Antrieb auf eine neue Stufe. Der Motor bleibt kompakt, legt bei Drehmoment und Leistung aber markant zu. Mit 1500 Watt Spitzenleistung setzt das System im Full-Power-Segment neue Massstäbe – eine Leistung vergleichbar mit einem Motorroller, während es das Drehmoment im Boostmodus sogar mit grossen Motorrädern aufnimmt – theoretisch.

Der M2S ist Avinox’ neuster Wurf, und damit schiebt die Marke die Entwicklung seiner E-Bike-Antriebe spürbar weiter an. Der neue Motor folgt auf den bisherigen Avinox M1, der bei seiner Einführung im Jahr 2024 noch unter dem Namen DJI Avinox M1 antrat. Der Markenname DJI ist aus der offiziellen Bezeichnung inzwischen verschwunden, die technische Linie bleibt jedoch klar erkennbar. Auch optisch orientiert sich der M2S eng am Vorgänger: Das kompakte Gehäuse bleibt, neu hinzu kommt der rote M2S-Schriftzug. Die eigentliche Botschaft steckt im Innern.

Denn technisch setzt der neue Antrieb ein deutliches Ausrufezeichen. Der Avinox M2S wiegt 2.6 Kilogramm, liefert im Boost-Modus bis zu 150 Newtonmeter und 1500 Watt Spitzenleistung. Mit den nackten Zahlen bewegt sich Avinox im Motorradbereich. Beispielsweise hat die Ducati Desmosedici GP25, das 2025er Rennmotorrad im MotoGP, ein vergleichbares maximales Drehmoment. Wenn der Vergleich dieser unterschiedlichen Motorenkonzepte in der Praxis auch stark hinkt, die Zahl beeindruckt. Mit den Wattzahlen hingegen liegt der Avinox bei zwei PS, was ein schwachbrüstiger 50 Kubik Motorroller liefert.
Genug der Vergleiche. Am E-Mountainbike liefert der M2S im Turbo-Modus dauerhaft bis zu 130 Newtonmeter und 1300 Watt. Die zuvor genannten Spitzenwerte erreicht er im Boost-Modus während maximal 60 Sekunden. Gegenüber dem M1-Motor steigt die Leistungsdichte laut den veröffentlichten Daten um rund 26 Prozent. Schon der Vorgänger galt gemessen an Grösse und Gewicht als aussergewöhnlich kräftiger und zugleich fein kontrollierbarer Mittelmotor. Der M2S verschiebt diese Messlatte nun nochmals nach oben. Im Weiteren ist der Antrieb nach IP66 gegen Wasser und Staub geschützt.

Bemerkenswert ist dabei nicht nur die reine Leistung, sondern auch die Ausrichtung des Systems. Das bekannte 2-Zoll-OLED-Touchdisplay und die Satelliten-Bedieneinheiten am Lenker bleiben erhalten. Hinzu kommen 700- und 800-Wattstunden-Akkus sowie Schnellladeoptionen. Bei aktuellen Bike-Modellen von Amflow soll der 700-Wattstunden-Akku in rund 75 Minuten von 0 auf 80 Prozent laden. Avinox beziehungsweise Amflow nennen zudem Geräuschwerte von bis zu 45 dBA. Diese Mischung aus hoher Leistung, vergleichsweise leisem Lauf und präziser Abstimmung soll dem Antrieb trotz seiner extremen Eckdaten ein kontrollierbares, natürliches Fahrgefühl geben.
Obwohl der Avinox M2S mit 2.6 Kilogramm nicht sehr schwer ist, es handelt sich um kein Light-E-MTB-System, sondern ein konsequent auf maximale Unterstützung ausgelegter Full-Power-Antrieb.

E-Mountainbikes mit Avinox M2S

Zum Marktstart im April 2026 wurde der neue Motor bereits in mehreren Modellen angekündigt oder verbaut. Dazu zählen unter anderem das Mondraker Zendit mit 800-Wattstunden-Akku und 170/165 Millimetern Federweg, das Raymon Tarok, das YT Decoy X, das Pivot Shuttle AMP’d, das Rotwild R.EXC, das Lee Cougan Flö sowie aktualisierte oder neu aufgelegte Modelle wie das Commencal Meta Power SX Avinox. Auch Amflow setzt den M2S bereits im PX Carbon Pro, PX Carbon und PR Carbon Pro ein. Die Palette zeigt, dass der Motor nicht auf ein einzelnes Konzept beschränkt ist, sondern vom aggressiven Enduro bis zum vielseitigen Allmountain-Bike sehr unterschiedliche Plattformen bedient.

avinox-ebike.com

Avinox M2S und Bikes mit dem neuen Antrieb


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