Evo fürs Grobe: Specialized macht die Levo-Familie komplett | Ride MTB

Evo fürs Grobe: Specialized macht die Levo-Familie komplett

Specialized Levo 4 Evo

Mit dem Levo 4 Evo ergänzt Specialized seine aktuelle E-Mountainbike-Linie um ein Modell für den Enduro-Einsatz. Das Bike ist auf steiles, verblocktes Gelände sowie auf Abfahrten im Bikepark ausgelegt. Mehr Federweg, angepasste Geometrie und das bekannte Turbo-3.1-System sollen dabei Abfahrtsruhe mit guten Klettereigenschaften verbinden.

Positionierung in der Levo-Familie

Das Levo 4 Evo ist innerhalb Specialized neuen Levo-Familie klar auf den gravity-orientierten Einsatz ausgerichtet. Während das Levo R als agiles Modell für schnelle, flowige Trails positioniert ist und das Levo 4 den Allround-Bereich abdeckt, zielt das Evo auf anspruchsvolle Enduro-Strecken, steile Passagen und grobes Terrain. Specialized beschreibt es nicht als verlängertes Trailbike, sondern als abfahrtsorientiertes E-Moutainbike, das sich dennoch bergauf effizient fortbewegen lassen soll.

Mehr Federweg und angepasste Geometrie

Vorn stehen 180 Millimeter Federweg zur Verfügung, hinten 170 Millimeter. Gefahren wird mit gemischten Laufradgrössen aus 29-Zoll-Vorderrad und 27.5-Zoll-Hinterrad. Bei Grösse S4 nennt Specialized einen Reach von 470 Millimetern und einen Lenkwinkel von 63.6 Grad, der Sitzwinkel liegt bei 76 Grad. Die Kettenstreben sind mit 435 Millimetern schön kurz und versprechen genügend Agilität, die Tretlagerhöhe liegt bei 355 Millimetern. Lenkwinkel und Kettenstrebenlänge lassen sich zudem anpassen.

Motor, Akku und Reichweite

Im Levo 4 Evo arbeitet das Turbo 3.1-System mit bis zu 810 Watt Spitzenleistung und 105 Newtonmetern Drehmoment. Die Kraftentfaltung soll bewusst gleichmässig und kontrollierbar ausfallen. Serienmässig ist ein Akku mit 840 Wattstunden verbaut. Optional stehen ein leichterer Akku mit 600 Wattstunden sowie ein Range Extender mit 280 Wattstunden bereit. Damit sind laut Hersteller bis zu 1120 Wattstunden Gesamtkapazität möglich. Sämtliche Akkus erfüllen den Schutzstandard IP67. Geladen wird serienmässig mit einem Fünf-Ampere-Ladegerät, optional bietet Specialized ein Zwölf-Ampere-Lader.

Ausstattung und Optionen

Zum Rahmen aus Fact11-M-Carbon gehören Swat-Stauraum, robuste Laufräder und eine auf harte Einsätze ausgelegte Ausstattung. In der genannten Variante kommen eine Rockshox Zeb mit 180 Millimetern Hub, ein Vivid-Air-Federbein aus demselben Hause, Traverse-HD-Laufräder von Roval sowie eine Sram Eagle AXS Transmission zum Einsatz. Das Komplettbike wiegt laut Hersteller rund 24 Kilogramm. Bestehende und künftige Levo-4Modelle lassen sich zudem per Umrüst-Kit auf einen Evo-Modell umbauen. Das verlangt aber auch den Wechsel auf einen Dämpfer mit 230 Millimetern Einbaulänge und 62.5 Millimetern Hub sowie eine Forke mit 180 Millimetern Federweg.

Modelle und Preise

Das Levo Pro Evo kommt mit einer Sram «X0 Eagle Transmission» und Rockshox' Zeb-Ultimate-Gabel. Der Rockshox-Vivid-Dämpfer entstammt der Ultimate-Serie, während sich das Rollmaterial aus Roval-Traverse-HD-Felgen und DT-Swiss-350-Naben zusammensetzt. Das Levo Pro Evo geht für knapp 11'000 Euro oder Franken über den Ladentisch.

Das Levo Comp Evo setzt auf Srams S1000-Eagle-AXS-Schaltung und eine Zeb-Select-Forke von Rockshox, ebenso den Select-Dämpfer des Rockshox Vivid-Air-Federbeins. Dazu gibts hauseigene Aluminiumlaufräder. Der Preis beträgt 7499 Euro oder Franken.

Fast dieselbe Austattung gilt für das Levo Comp Evo Alloy, nur dass die Gänge mit Srams mechanischer Transmission gewechselt werden und es der Fachhändler bereits für 6499 Euro oder Franken aus dem Bikeshop rollen lässt.

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