Petition will, dass Gee Atherton aufhört, sein Leben aus Spiel zu setzen
Gee Atherton, das ist der ehemalige Downhill-Weltmeister, der seit einigen Jahren Filme produziert, die den Zuschauern das Blut in den Adern gefrieren lassen. «Ridgeline» heisst die Serie, was sich mit Felskamm übersetzen lässt. In jeder Folge fährt der Brite in hochalpinem Gelände schmalste Grate, auf denen Fahrfehler tödlich sein können. Auf dem YT-Kanal der Athertons finden sich alle Episoden.
Nachdem er auch als Rennfahrer einige harte Crashs und ernsthafte Verletzungen überwinden musste, stürzte er 2021 bei Filmarbeiten für den Clip «The Knife Edge» (Messers Schneide – mehr gibt es darüber nicht zu sagen) über 30 Meter einen felsigen Abhang hinunter. 15 Monate lang kämpfte er mit Physio- und Mentaltherapie darum, auf ein professionelles Level zurückzukehren. Auch sein Sturz bei Red Bull Rampage 2023 ist vielen in albtraumhafter Erinnerung. Der Drop war über 20 Meter hoch.
Seine weiteren Filme zeigen, dass seither seine Bereitschaft, lebensgefährliche Lines zu fahren und zu springen, nicht kleiner geworden ist. Im Gegenteil. Auch nicht mit 41 Jahren.
Gee kann nicht aufhören
Sein letzter Unfall ist nun in Bolivien passiert, die Filmarbeiten dort hätten alle seine bisherigen Erfahrungen getoppt, schreibt er aus dem Spital. Ein Vorgeschmack darauf, was vom Film zu erwarten ist, zeigt er in einem Instagram-Video. Die wenigsten Menschen würden diesen Weg zu Fuss gehen, noch weniger mit dem Bike. Ein Bild zeigt sein Bike mit gebrochenem Hinterrad. Der Position des Vorderrads und der Gabel nach zu schliessen ist der Rahmen mindestens gestaucht. War es etwa das improvisiert wirkende Roadgap mitten in einer Stadt? Was genau passiert ist und was dieses Mal an ihm kaputt gegangen ist, verrät er nicht. Das spart er sich wahrscheinlich für die Filmpremiere auf.
Einige Kommentatoren fragen sich, wie Gee Atherton noch versicherbar sein könne, andere, ob er jemals aufhören werde, sein Leben aufs Spiel zu setzen, bevor es zu spät ist. Schon seit 2024 gibt es eine Online-Petition, die ihn bittet, zu chillen. Er habe alles erreicht und müsse niemandem mehr irgendwas beweisen. Die Petition hat in den letzten Tagen einige Unterschriften dazu gewonnen. Unter anderem meine.