Test: Exposure Lights Sixpack 15 – eine fette Ladung Licht mit KI an Bord
Das Wichtigste in Kürze
Im 404 Gramm schweren Lampenkopf ist der Akku integriert. Aufgrund des hohen Gewichts lässt er sich nur am Lenker montieren. Für die Montage am Helm ist er schlicht zu schwer. Die Bedienung erfolgt über einen Knopf über dem On-Screen-Display. Je nach Lichtmodus soll der Akku von 2 bis 36 Stunden Laufzeit gewähren. Die Reflex-Technologie steuert die Lichtleistung dynamisch angepasst an die Geschwindigkeit und das Gelände. Mit anderen Worten: Bei schneller Fahrt leuchtet die Lampe heller als im Anstieg mit weniger Tempo. Der Scheinwerfer verfügt über einen USB-C-Anschluss, der zum Laden des Akkus dient und im Umkehrschluss auch als Powerbank.
Erster Eindruck
In der Hand ist die Sixpack echt ein ordentlicher Mocken und wirkt extrem robust. Markant sind die Kühlrippen, welche eine Überhitzung verhindern sollen, was bei so hoher Lichtstärke von Vorteil ist. Die Steuerung über den Knopf auf der Lampenrückseite ist leider nicht intuitiv, ohne Griff zur Bedienungsanleitung kommt man nicht weit. Ist die Logik der Steuerung verstanden, geht es ohne Probleme.
Die zweiteilige Lenkerhalterung zu montieren ist eine friemlige Sache, dass passt nicht so ganz zur sonst hochwertigen Verarbeitung des Produkts. Ist die Halterung montiert und die Lampe mit dem Schnellverschluss gesichert, hält sie bombenfest. Um den Scheinwerfer zu lösen, gilt es, den roten Knopf herunterzuziehen, das geht auch mit dicken Winterhandschuhen ohne Mühe.
Im Einsatz
Beim kurzen Drücken auf den Bedienknopf wird die Laufzeit der voreingestellten Lichtmodi angezeigt sowie der Akkuladestand in Prozent. Zweimal drücken stellt die Beleuchtung ein. Mit einem weiteren kurzen Klick wird der Lichtmodus geändert. Das Farbdisplay zeigt die verschiedenen Modi in unterschiedlichen Farben an. Diese lassen sich aus sieben verschiedenen Grundeinstellungen individuell konfigurieren. Das Display weist die voraussichtliche Akkulaufzeit aus sowie den Akkuladestand mit drei Balken. Zusätzlich zeigen zwei LEDs mit sieben verschiedenen Stufen an, wie der Ladestand in 15-Prozent-Schritten ist. Um in den Blinkmodus zu wechseln, ist ein langer Klick und um die Lampe abzuschalten ein sehr langes Drücken erforderlich.
Wer es gewohnt ist, mit Lenker- und Helmlampe zu fahren, weil Blick- und Lenkrichtung oft unterschiedlich sind, muss sich etwas umgewöhnen. Die grosszügige Ausleuchtung der Exposure-Light-Lampe ist gerade so ausreichend, dass es keine zusätzliche Helmlampe braucht. Die Lichtfarbe ist eher warm mit einem leichten Rotstich. Selbst bei hellster Stufe sind die Kontraste angenehm und nicht so hart wie bei anderen starken Bike-Scheinwerfern. Auf der schwächsten Stufe bietet die Sixpack genügend Licht während der Auffahrt und die hellste Ausleuchtung macht in der Abfahrt die Nacht zum Tage.
Die React-Funktion ist ein tolles Feature, weiss aber nicht vollends zu überzeugen. Toll ist, dass das Licht beim Anhalten gedimmt wird, das dürfte jedoch etwas schneller geschehen. So schnell wie es reagiert, wenn man aus dem Stand lostritt, da wird es flugs sehr hell. Wünschenswert wäre, dass bei langsamer Fahrt bergauf das Licht stärker reduziert wird, was zusätzlich Akku sparen würde.
Fazit
Exposure Lights bietet mit der Sixpack eine äusserst hochwertige und robuste Bike-Lampe. Die Ausleuchtung auf den Trails ist 1a, da gibt es nichts zu bemängeln. Die Bedienung ist nicht ganz optimal. Ebenso ist es nicht ideal, dass aufgrund des rückseitig platzierten Displays der Akkustand beim Fahren nicht abgelesen werden kann. Das geht nur im Stand.
Preis: CHF 491.60 / EUR 495,00