Test: Trek Fuel MX – ein Bike nach dem Motto «point and shoot»
Das Fuel MX ist in vier verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich, mit Shimano- oder Sram-Schaltung, beide mit klassischer oder mit Funkansteuerung. Im Test war ein Modell mit der neuen Di2-Funkschaltung der Japaner. Die Perlmuttlackierung gibt dem Fuel das gewisse Etwas, je nach Lichteinstrahlung wechselt die Farbe oder sie beginnt bei direkter Sonneneinstrahlung zu glitzern.
Das Allmountain hat vorne 160 und hinten 150 Millimeter Federweg. Als Hinterbautechnologie kommt das bewährte ABP-System (Active Braking Pivot) zum Einsatz, mit Drehpunkt um die Hinterradachse. Durch Drehen der Flip-Chips bei der Federbeinaufnahme lässt sich eine progressivere Kennlinie erreichen, ideal für schwerere Fahrer oder solche, die mehr Energie ins Fahrwerk bringen.
Das Bike im Einsatz
Die Sitzposition ist wie bei einem Enduro-Bike sehr aufrecht. Auf Feldwegen bergauf geht sich das aus. Tritt man steile sowie anspruchsvolle Singletrails oder gar Switchbacks hoch, ist die Position gedrungen. Da wünscht man sich ein etwas längeres Cockpit. Der Mullet-Aufbau mach das nicht besser, das kleinere Hinterrad «drängt» den Lenker gar noch näher an einen ran. Da hilft es nur beschränkt, dass das Heck an sich ein guter Kletterer ist. Den Berg hinauf machen Schotterstrassen mehr Laune. Das Federbein gibt selbst ohne Plattformfunktion besten Gegendruck und so lässt sich das Fuel effizient und ohne Wippen hochtreten. Einzig im Wiegetritt ist es sinnvoll, diese zu aktivieren.
Bergab spielt der MX-Aufbau seine vollen Stärken aus. Mit wenig eigenem Input schiesst das Fuel um enge und lang gezogene Kurven. Auf Trails mit vielen schnellen Richtungswechseln ist das Trek in seinem Element. Spurtreue ist hier Programm – egal, ob das Terrain moderat oder steil ist. Es spielt auch keine Rolle, ob der Untergrund hart gepresst oder verblockt ist, das Fahrwerk ebnet fast alles aus. Einzig bei schnellen mittleren Schlägen bei sehr hohem Tempo kommt das Heck nicht mehr ganz nach. Im Gegenzug punktet es bei heftigen Kompressionen, da kommt es nicht aus der Ruhe. Weniger ruhig sind die Kabelzüge, die klappern etwas, doch lässt sich das ja meist einfach beheben. Die kompakte Geometrie macht sich auch bergab bemerkbar. Die Stehposition dürfte auch ein wenig länger sein, damit die Bewegungsfreiheit etwas grösser ist. Der Druck auf das Vorderrad ist jedoch ausreichend.
Fazit
Das Fuel MX ist ein Freund von schnellen Richtungswechseln und liebt die Abfahrt. Bergauf und in der Ebene gibt es sich keine Blösse, trumpft aber auch nicht auf. Das Heck weiss mit dem guten Bodenhalt ebenso zu begeistern wie die wirklich coole Lackierung.