Huber und Forster sind die ersten Schweizermeister im Gravel
Race-Ticker
Lea Huber schüttelte im Finale ihre Fluchtgefährtinnen Nicole Koller und Elena Hartmann ab und gewann mit einem kleinen Vorsprung solo. Im längsten Anstieg des Tages setzten sich Koller und Huber von Hartmann ab. Diese war kurz zuvor erst zur Rennspitze gestossen. Auf dem letzten Kilometer attackierte Huber erneut und öffnete die entscheidende Lücke zum Sieg.
«Heute Morgen hätte ich nicht mit einem Sieg gerechnet», sagte Huber im Ziel. Sie sei ohne Druck ins Rennen gestiegen und das habe sie beflügelt. «Ich freue mich, meine Rennen im nächsten Jahr im Trikot der Schweizermeisterin zu absolvieren.»
Die Race-Strecke führte vom vonRoll-Areal durch den Bremgartenwald bis zum Mäderforst, nach Frauenkappelen und via Wohlensee zurück nach Bern. Auf dem rund 60 km langen Kurs legten die Athletinnen und Athleten gut 1'000 Höhenmeter zurück.
Bei den Männern stehen drei Mountainbiker auf dem Podest
Der erste Schweizermeister im Gravel heisst Lars Forster. Der Mountainbiker konnte im Finale zahlreiche Attacken in der Spitzengruppe parieren. Im anschliessenden Zielsprint beim vonRoll-Areal in Bern liess er dem Rest der fünfköpfigen Spitzengruppe keine Chance. Zweiter wurde Filippo Colombo und dritter Fabio Püntener.
Die ganze Spitzengruppe bestand somit aus Weltcup Mountainbikern. Vital Albin und Luca Schätti komplettierten das Spitzenquintett. Die Ränge sechs und sieben holten sich die beiden Gravel Profis Joel Suter und der einheimische Nils Brun.
«Ich war schon lange nicht mehr so nervös vor einem Rennen», sagte der frischgebackene Schweizermeister im Gravel, Lars Forster. Auf der Zielgeraden hatte er von allen am meisten Energie übrig. Im Ziel berichtete er: «Dieser geschichtsträchtige Sieg bedeutet mir enorm viel. «Forster freut sich, das Schweizermeistertrikot im nächsten Jahr tragen zu können: «Das Team hat auf mich gesetzt und an mich geglaubt.»
Bei den Age Groups triumphieren die Legenden
Schweizer Meistertitel wurden ebenfalls in den verschiedenen Altersklassen vergeben. In der Kategorie M50 setzte sich der Olympia Bronzemedaillengewinner von 2000, Christoph Sauser, durch. Auch Thomas Frischknecht, der in Atlanta 1996 gewann, war am Start. Er wurde fünfter in seiner Alterskategorie. Am Start war auch ein Olympiasieger. Pascal Richard gewann 1996 das Strassenrennen in Atlanta. Richard zeigte sich sichtlich erfreut über das Rennen und lobte die Jugend. Es sei eine Freude zu sehen, wie vorne gefahren würde. «Diese Jungs geben einfach nonstop Vollgas.»