Bosch lässt den Schlüssel alt aussehen
Der Schlüssel der Zukunft ist gemäss Bosch digital und hat seinen analogen Vorgängern einiges voraus: Er muss nicht gesucht werden, kann nicht verloren gehen und nicht geklaut werden. Denn er wird sicher und personalisiert in einer App auf dem Smartphone zur Verfügung gestellt. «Bosch macht den Fahrzeugschlüssel digital und damit immer und überall verfügbar», sagt Harald Kröger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics.
Mit «Perfectly keyless» ersetzt das Smartphone den analogen Fahrzeugschlüssel – das kann gemäss Bosch schon bei Privatfahrzeugen Erleichterung bringen, aber spiele bei Flottenfahrzeugen mit vielen Fahrern seine wahren Stärken aus. Denn dann ist Schluss mit der Schlüsselübergabe: Flottenmanager und Speditionen schalten Fahrer einfach per App für Fahrzeuge frei. «Der digitale Fahrzeugschlüssel von Bosch verschafft Flotten einen Vernetzungsschub», sagt Kröger. Für seine Lösung sieht Bosch einen riesigen Markt: Allein rund 15 000 Speditionen kommen in Deutschland als potenzielle Kunden in Frage.
Für Velos und E-Bikes – insbesondere für Flottenanbieter – spielt der digitale Schlüssel ebenso eine tragende Rolle. Primus ist hier das Schweizer E-Bike Stromer, dass dank seiner Vernetzung und Smartphone-Anbindung bereits einen digitalen Schlüssel bietet. Bikesharing-Anbieter wie Smide setzen nicht zuletzt aufgrund der Schlüssel-App auf das Stromer E-Bike.
Gemäss Annette Fischer, Kommunikationsmanagerin bei Bosch, bestehen akut jedoch keine Pläne, das digitale Schloss beim E-Bike-System einzuführen. «Aktuell entwickeln wir das System ausschließlich für PKW's und Nutzfahrzeuge», so Fischer.