Ehrlich gesagt: Ich will Wanderwege, Flowtrails und Park fahren | Ride MTB

Ehrlich gesagt: Ich will Wanderwege, Flowtrails und Park fahren

In seinem Blog-Beitrag hat Ride-Redaktor Stefan Michel schön herausgearbeitet, weshalb er am liebsten «das feine Fahren mag und die Linie im Schritttempo findet». Diese Art Mountainbiken gefällt seinem Redaktions-Kollegen Tobias Gütlin genauso – und sie markiert für ihn den Anfang des Mountainbikens. Da sich die Bikes selbst genau so wie die Strecken massiv ausdifferenziert haben, gibt es jedoch heute noch viel mehr zu erfahren.

Das Runterzirkeln im Schritttempo, das Ausloten der Grenze, bis es über den Lenker geht? Das gute Gefühl eine Schlüsselstelle gemeistert zu haben? Ja, das kenne ich - seit rund 35 Jahren. Mit diesem Fahrstil habe ich das Mountainbiken begonnen, denn das Allegro-Hardtail hat nichts anderes hergegeben.

Dieser Fahrstil wird von den aktuellen Bikes jedoch regelrecht erschwert: 29er-Laufräder, breite Felgen und Reifen, lange und flache Geometrien, potente Fahrwerke bereits ab 100 Millimeter Federweg. Diese Bikes funktionieren in vielen Fällen erst so richtig, wenn es weit jenseits des Schritttempos abwärts geht.

Mein aktuelles Bike, das ich am meisten fahre, ist ein motorisiertes 29er mit ordentlich Federweg. Diese Maschine macht (fast) alles möglich: Das Drüberbügeln auf gebauten Strecken. Ausflüge in den Bikepark. Und sogar das Runterzirkeln auf verblockten Natur-Trails. Genau diese Vielfalt liebe ich. Und schlussendlich auch ein Bergab-Tempo jenseits der Schrittgeschwindigkeit.