Monte Chaberton
Beschreibung
Die Tour zum Monte Chaberton ist deftig – und beginnt auch gleich in diesem Stil. Die Schotterstrasse von Fenils zur Alp Pra Claud ist steil, ruppig und kräftraubend. Nach Pra Claud geht es im gleichen Stil weiter, scheinbar endlos windet sich die einstige Militärstrasse in die Höhe. Es gibt an einer Stelle einen Erdrutsch, der aber mit dem Bike passierbar ist. Nach einer Felspassage wird der Weg noch steiler, ab hier fahren nur noch die wenigsten. In der Regel schiebt man das Rad hoch bis zum Colle del Chaberton. Der Gipfel ist nun in Griffweite, er wird auf einem Singletrail erreicht. Theoretisch ist dieser fahrbar, doch kaum jemand hat hier noch die Kraft dazu. Schliesslich ist der eindrückliche Gipfel mit seinen denkwürdigen Ruinen der Festung erreicht. 1900 Höhenmeter sind damit gemeistert!
Die Abfahrt führt bis zum Colle del Chaberton über den Aufstiegs-Trail, dann biegt man aber links ab und steuert auf der westlichen Seite des Chabertons ins Vallon des Baisses. Der Trail ist steil, ruppig, rutschig und anspruchsvoll. Im Talboden steuerte man früher auf der linken Talseite auf einem herrlichen Trail nach Clavière. Dieser Weg ist abgerutscht und nicht mehr passierbar, weshalb man auf die Schotterstrasse ausweichen muss, die immer wieder mal Trail-Einlagen liefert. Entlang dem Fluss Piccola Dora erreicht man auf einem Trail schliesslich wieder italienischen Boden und erreicht Cesana Torinese. Auf der Strasse rollt man zurück zum Ausgangspunkt. Wer noch nicht genug Trails beisammen hat, nimmt für diesen letzten Abschnitt die Route links des Flusses und steuert so abwechslungsweise auf Trails und auf Schotterstrassen zurück nach Fenils.
Details zur Tour
32 km
1850 m
1850 masl
1238 above sea level
3101 above sea level
1 day
Fenils
Fenils
1670
limited
Heute habe ich die beeindruckende Tour auf den Chaberton mit dem eBike unternommen. Die Tour ist für versierte FahrerInnen mit einem eBike gut machbar. Der Weg von Fenis bis zur Abrutschstelle der Straße ist problemlos befahrbar. Auch die Abrutschstelle selbst konnte ich ohne Schwierigkeiten schiebend überwinden.
Die Herausforderung beginnt vor dem Pass, wo der Fahrweg oft aus feinem Kieselgestein besteht und das Hinterrad ständig abrutscht. Dennoch ist diese Sektion durchgängig fahrbar. Vom Pass bis zum Gipfel des Chaberton ist der Weg einfach und gut befahrbar. Die 360-Grad-Rundumaussicht auf dem Gipfel ist phänomenal und entschädigt für alle Anstrengungen.
Die Abfahrt vom Gipfel zum Pass ist einfach. Ab dem Pass in Richtung Claviere wird die Abfahrt anspruchsvoller und teils ausgesetzt. Für mich waren einige Stellen nicht fahrbar oder zu gefährlich, aber zu Fuß und das Bike schiebend war es kein Problem.
Ein wichtiger Hinweis: Nicht den Trail links vom Bach fahren, auch wenn dieser sehr abwechslungsreich ist. Stattdessen sollte zurzeit die Schotterstraße benutzt werden. Der Trail ist weiter unten, fast am Ende, wo der Bach erneut gequert wird, unpassierbar. Die Umgehung dieser Stelle ist schwierig, ausgesetzt und gefährlich (Stand 14.7.2025).
Insgesamt war es eine sehr schöne und eindrückliche Biketour, die für versierte eBike-FahrerInnen ein unvergessliches Erlebnis bietet.
Wir haben die Route in der Abfahrt auf der französischen Seite angepasst nachdem der einstige Trail offensichtlich nicht mehr machbar ist.
Ich kann nur davon abraten die Tour von Claviere aus zu machen. Das Terrain dort ist extrem Steil und felsig/steinig, sodass man bis zum Col quasi alles tragen muss. Die Strasse von Fenils ist zwar in schlechtem Zustand je näher man an den Col kommt aber auch ohne ebike mit entsprechender Kondition quasi durchgehend fahrbar. Der downhill ist auf dieser Strasse übrigens auch einfacher machbar. Nach Claviere braucht man schon sehr gute Fahrtechnik. Sehr empfehlenswert ist auch eine keine Erkundungstour in der Bergfestung. Ich kann euch die sog. 'Galerie des Glaces' empfehlen. Hier geht man ca 20m eine gut erhaltene Treppe herunter in die Katakomben, in denen früher die Munitionen gelagert wurden. Dort unten schmilzt das Eis auch im Sommer nie und es funkeln im Taschenlampenlicht überall die Eiskristalle an der Wand.
Hallo m.mittex_65338,
hast Du die Tour dieses Jahr gemacht?
Von Fenils aus?
Kann man die Stelle, wo der Hang abgerutscht ist mit dem Bike passieren? Wurde die Stelle wieder hergerichtet oder ist zumindest eingetreten?
Wir sind im August im Susa Tal und wollen die Tour von Fenils aus machen.
Falls irgendjemand Infos hat, ob das wieder geht wäre ich sehr dankbar dafür.
Hey Tim,
ich bin die Tour heute gefahren und kann dir bestätigen, dass man die Stelle überqueren kann. Der Hang ist zwar ordentlich am abrutschen aber es ist ein Trampelpfad darüber entstanden. Ich war heute auch nicht der einzige, der den Aufstieg aus Fenils gemacht hat
Die Abfahrt nach Claviere ist technisch ziemlich anspruchsvoll und auch nicht ungefährlich. Es handelt sich um sehr felsiges Terrain mit starken Auswaschungserscheinungen. Hier muss man ab und an sein Bike in die Hand nehmen und gehen. Ansonsten ist die ganze Auffahrt mehr oder weniger fahrbar. Vor allem ab dem Col ist es gut fahrbar!
Tip: Reifendruck für die Auffahrt senken. Bin heute mit 1.25 Bar vorne und hinten da hoch. Mit mehr Reifendruck hatte ich mit dem ganzen losen Geröll Probleme mit der Traktion.
Viel Spaß bei der Auffahrt!
Hier kannst du Fotos von der passage sehen, an der die Straße abgestürzt ist:
https://www.mtb-news.de/forum/t/warnung-chaberton-von-italien-fenils-au…
Hallo alteoma,
vielen dank für die Infos.
Wir sind 2019 von Clavier hoch ( mit E-Bikes) weil die besagte Stelle von Fenils aus unpassierbar war. War heftig und würde ich nicht mehr machen.
Hoffentlich kommen keine großen Unwetter und der Weg hält noch lange
Sehr schöne Rundtour, Straße bei der Auffahrt oft in schlechtem Zustand aber mit e-Bike und uphill Technick fahrbar.
Von Fenils aus absolut unmöglich - Straße komplett abgerutscht!
Von Claviere mit ein bisschen schieben/tragen möglich.
Der Militärpfad ist zwischen der Alp Pra Claud und dem Pass verschüttet. Der Weg ist gesperrt, auch für Wanderer! Momentan sieht es nicht so aus, als würde er wieder hergestellt.