Blunk Prevents Swiss Victory in Lenzerheide
Just five days after the Cross Country Olympic World Cup in Saalfelden Leogang, the endurance athletes were back on the starting line in Lenzerheide. The fast and hectic short-track course revealed who had best coped with the demands of the tight race schedule.
In the Elite Women’s race, Puck Pieterse set the pace early on. The Dutch rider led the field into the first descent but later paid the price for her fast early pace. Jenny Rissveds, Alessandra Keller, Ronja Blöchlinger, and Savilia Blunk moved to the forefront. Keller pushed the pace several times and broke up the leading group, but was unable to decisively distance herself from her competitors.
On the final lap, Blöchlinger and Blunk counterattacked on the main climb. Blöchlinger was first into the decisive descent, but Blunk took a tighter line before the final turn and launched the sprint. The American narrowly prevailed and celebrated her first Short Track World Cup victory. Blöchlinger finished second, while Keller took third place on a prototype bike with 32-inch wheels.
In the Elite Men’s race, all eyes were on Christopher Blevins, who was returning to competition after a broken collarbone. Bjorn Riley and Fabio Püntener initially set the pace at the front. Later, Adrien Boichis and Luca Martin took control.
Martin picked up the pace on the penultimate lap, whittling the leading group down to seven riders. On the final lap, Boichis attacked on the same climb. Only Martin was initially able to follow, while Riley trailed by a few bike lengths. Boichis consistently applied his strength, broke away from Martin, and, following his victory in Saalfelden Leogang, also won in Lenzerheide. For the Frenchman, it was his first World Cup victory in short track. Martin finished second, and Riley reached the elite podium for the first time in this discipline.
In the U23 women’s race, Bloeme Kalis staged an impressive comeback. At the halfway point, after five laps, she was still 13 seconds behind the leader, Valentina Corvi. At that point, Kalis was riding in the second group and had to expend a lot of energy to close the gap. With two laps to go, she had managed to catch up to the five-rider lead group.
Despite the intense effort to close the gap, Kalis had the most energy left in the final lap. On the final climb, she accelerated decisively and pulled away from her competitors. Corvi was unable to respond and finished in second place. Rafaelle Carrier rounded out the podium in third place. For Kalis, it was her first U23 World Cup victory.
The U23 men’s race remained completely open until the final lap. Ten riders were still in the leading group before Paul Schehl, Naël Rouffiac, and Thibaut François Baudry were able to break away. Schehl had already tried to break away on his own in the penultimate lap, but was unable to put a decisive distance between himself and his competitors.
In the final lap, the German attacked again and narrowly prevailed. This marked Schehl’s third consecutive victory following his two wins in Saalfelden Leogang. Rouffiac finished second for the second time this season, while Baudry took third. Schehl extended his lead in the overall standings to 90 points, while Baudry defended his second-place position.
Iles und Newkirk siegen im Downhill
Beim vierten Lauf des UCI Downhill Weltcup in Lenzerheide haben Finn Iles und Anna Newkirk die Elite-Rennen gewonnen. Der Kanadier Iles setzte sich bei den Männern knapp gegen Amaury Pierron durch und feierte nur eine Woche nach seinem Sieg in Saalfelden Leogang den nächsten Erfolg. Bei den Frauen holte die Amerikanerin Newkirk ihren ersten Weltcupsieg in der Elite-Kategorie. Für die 24-Jährige ist es auch ein Heimsieg, da sie seit ihrem siebten Lebensjahr in der Schweiz lebt. Valentina Höll bleibt trotz Rang zehn Weltcup-Leaderin.
Die Bedingungen in Lenzerheide waren ideal, die Strecke zeigte sich aber gewohnt kompromisslos. Auf dem kürzesten Downhill-Kurs der Serie mussten die Fahrerinnen und Fahrer Risiko und Kontrolle präzise ausbalancieren. Bei den Männern war die Ausgangslage besonders offen. Vor dem Rennen hatten 19 Fahrer rechnerisch die Chance, die Gesamtführung zu übernehmen.
Iles gewinnt knapp und übernimmt die Weltcup-Führung
Finn Iles ging nach seinem Sieg in Saalfelden Leogang mit viel Selbstvertrauen in das Rennen. In Lenzerheide bestätigte der Fahrer von Specialized Gravity seine Form und setzte sich mit einer Zeit von 2:46.348 Minuten durch. Der Vorsprung auf Amaury Pierron betrug nur vier Hundertstelsekunden.
Pierron, dreifacher Sieger in Lenzerheide, hatte zuvor lange im Hot Seat gesessen. Der Franzose kam erst über den zweiten Qualifikation ins Finale, zeigte dann aber einen starken Lauf und lag deutlich vor dem US-Amerikaner Asa Vermette. Iles fand jedoch im entscheidenden Moment die schnellere Linie und verdrängte Pierron von der Spitze.
Asa Vermette bestätigte seine starke Saison mit einem weiteren Podestplatz. Jackson Goldstone, Downhill-Weltmeister und Gesamtweltcupsieger von 2025, verpasste seinen ersten Saisonsieg erneut, zeigte aber nach einer schwierigen Qualifikation einen soliden Finalrun und wurde Vierter. Ethan Craik kam Pierrons Zeit ebenfalls nahe und klassierte sich in den Top fünf.
Für den Kanadier Iles war es der dritte Weltcupsieg seiner Karriere und der zweite innert sieben Tagen. Nach vier Runden führt er nun die Gesamtwertung mit 41 Punkten Vorsprung auf Pierron an. Der nächste Weltcup findet in La Thuile im Aostatal statt.
«Es fühlt sich unglaublich an. Das sind die Dinge, von denen man träumt. Ich wollte den Schwung vom letzten Wochenende mitnehmen und fühlte mich vom ersten Tag an gut», sagte Iles nach dem Rennen. «Das Team hat die ganze Woche hart gearbeitet, und wir wussten, dass wir ein sehr schnelles Bike haben. Als ich aus dem Startgate kam, fühlte ich mich sofort gut. Danach ging es nur noch darum, mich auf meinen Lauf zu konzentrieren.»
Newkirk schreibt Geschichte
Anna Newkirk gewann in Lenzerheide als erste Amerikanerin ein Elite-Rennen im UCI Downhill Weltcup der Frauen, seit dem Sieg von Marla Streb in Kaprun vor 23 Jahren. Die Fahrerin von Frameworks Racing / TRP hatte bereits die Qualifikation für sich entschieden und steigerte sich im Finale nochmals deutlich. Mit einer Zeit von 3:12.917 Minuten sicherte sie sich ihren ersten Weltcupsieg.
Newkirk lag nach dem ersten Sektor noch auf Rang vier, fand danach aber immer besser in den Lauf. Sie holte kontinuierlich Zeit auf und setzte sich am Ende vor der Schweizerin Lisa Baumann durch. Baumann hatte auf heimischem Boden lange auf ihren ersten Weltcupsieg gehofft und war zwischenzeitlich in Führung gelegen.
Für Valentina Höll endete in Lenzerheide die Siegesserie. Die Österreicherin hatte die ersten drei Weltcups der Saison gewonnen und wollte als eine der wenigen Fahrerinnen überhaupt die ersten vier Rennen einer Downhill-Weltcupsaison für sich entscheiden. Nach einem starken Beginn verlor sie im Mittelteil Zeit, kam im Waldabschnitt aus dem Pedal, verhinderte knapp einen grösseren Sturz und beendete das Rennen auf Rang zehn. Die Führung in der Gesamtwertung behält Höll dennoch.
Nina Hoffmann konnte ihren starken Auftritt aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Auch Myriam Nicole verpasste den erhofften Sprung nach vorne, nachdem sie bereits vor der ersten Zwischenzeit zu Boden ging. Harriet Harnden, die sich über Q2 für das Finale qualifiziert hatte, wurde Fünfte.
«Ich kann es nicht glauben. Mir fehlen die Worte. Ich dachte nicht, dass ich diesen Lauf in mir habe», sagte Newkirk nach ihrem Sieg. «Ich war heute sehr nervös. Am Morgen fuhr ich noch chaotisch, stürzte und musste mich erst beruhigen. Beim Aufwärmen fand ich dann in meine Routine. Ich versuchte, mich auf den Prozess zu konzentrieren und nicht auf das Resultat.»
Williamson und Frener gewinnen bei den Junioren
In der Junioren-Kategorie setzte Jonty Williamson seine perfekte Saison fort. Der Brite vom Yeti / Fox Factory Race Team gewann auch in Lenzerheide und baute seine Führung in der Gesamtwertung deutlich aus. Er nahm Felix Griffiths 3.699 Sekunden ab und blieb damit auch im vierten Rennen ungeschlagen. Ažbe Kalinšek komplettierte das Podest.
«Es fühlt sich nicht real an. Ich hätte vor dieser Saison nie gedacht, dass ich vier Rennen in Folge gewinnen würde. Das ist verrückt», sagte Williamson.
Schnellster Schweizer war Yanis Näf, der bei seinem ersten Rennen nach seiner Verletzungspause mit Rang acht glänzte.
Bei den Juniorinnen feierte Lina Frener ihren zweiten Sieg in Folge. Die Fahrerin von Norco x adidas Race Division gewann vor Rosa Marie Jensen und Aletha Ostgaard. Frener verkürzte damit den Rückstand auf Weltcup-Leaderin Ostgaard auf fünf Punkte.
«Ich fühle mich gerade ziemlich gut, weil meine Familie, meine Grosseltern, meine Schwester, meine Cousins und meine Freunde hier sind. Das ist ein schönes Gefühl», sagte Frener.
Die Schweizerin Gianna Nef zeigt eine starke Leistung und belegt den fünften Rang.
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