Am Mittwoch beginnen die Weltmeisterschaften!
Nach acht Jahren wird in Saalfelden und Leogang ab morgen wieder um Edelmetall in diversen Mountainbike-Disziplinen gekämpft. Die Weltmeisterschaften startet um 12.30 Uhr mit dem Cross-Country-Teamwettbewerb. Rund 670 Rider aus 48 Nationen stehen in den kommenden Tagen im Einsatz.
Team Relay verspricht Spannung
Als Topfavoriten beim Auftaktwettbewerb zu den zweiten Weltmeisterschaften in Saalfelden/Leogang nach dem Jahr 2012 werden allerdings unter anderem die Teams aus der Schweiz und Frankreich gehandelt. Die Schweizer sicherten sich die Titel bei den vergangenen drei Weltmeisterschaften, Frankreich siegte zwischen den Jahren 2014 und 2017.
Erstmals in der Geschichte der Mountainbike-Weltmeisterschaften wird der Team-Wettkampf mit sechs Athlen pro Land ausgetragen. Die Schweizer Mannschaft besteht aus Sina Frei (Elite Frauen), Thomas Litscher (Elite Männer), Noëlle Buri (U23 Frauen), Alexandre Balmer (U23 Männer), Elisa Alvarez (U19 Frauen) und Luke Wiedmann (U19 Männer). Jolanda Neff und Nino Schurter, die im vergangenen Jahr in Mont-Sainte-Anne die Schweiz vertreten haben, werden sich nach einem besonders vollen Rennprogramm der vergangenen Woche auf ihre individuellen Rennen konzentrieren.
E-Bike-Weltmeisterschaften mit vielen Schweizern
Im Anschluss an das Cross-Country-Team-Rennen fällt ausserdem die zweite WM-Entscheidung in der Geschichte des E-Mountainbikens. Um 14.30 Uhr starten die Männer ins E-Cross-Country-Rennen, um 16.15 Uhr die Frauen. Die Premiere im vergangenen Jahr sicherten sich die Schweizerin Nathalie Schneitter sowie der Südafrikaner Alan Hatherly.
Schneitter war in ihren Vorbereitungen auf Kurs, wurde jedoch von einer verordneten Corona-Quarantäne ausgebremst, da sie gemäss Contact Tracing mit einem positiven Covid-19-Fall in Berührung gekommen war. Die 34-jährige zeigt sich gefasst: «Natürlich bin ich enttäuscht. Eine zehntägige Quarantäne ist eine denkbar schlechte Vorbereitung für Weltmeisterschaften, ich versuche aber positiv zu bleiben und hoffe weiterhin darauf, dass ich es noch rechtzeitig an die Startlinie zur Titelverteidigung schaffen werde.» Erfahrungen mit Rückschlägen hat Schneitter zur Genüge. Im vergangenen Jahr brach sie sich drei Monate vor den Weltmeisterschaften den linken Fuss. Die momentane Situation sei zwar emotional um einiges schwieriger, aber dank der Möglichkeit Trainingseinheiten auch auf dem Hometrainer zu absolvieren, könne sie sich zumindest etwas ablenken, sagt Schneitter.
Die E-Mountainbiker sind auf dem erweiterten Cross-Country Kurs über 4.3 Kilometer unterwegs. Das UCI-Reglement schreibt vor, dass die Motorunterstützung der Pedelecs bei maximal 25 km/h enden muss und die Nennwertleistung 250 Watt nicht überschreiten darf. Zudem ist das Nachladen oder Wechseln des Akkus während des Rennens untersagt.
Die Schweiz vertreten werden Joris Ryf, Andreas Moser, Ursin Spescha, Simon Vitzthum, Gusti Wildhaber, Jürg Graf und Michael Lenherr. Bei den Frauen stehen neben Nathalie Schneitter auch Kathrin Stirnemann und Alba Wunderlin am Start.
Und täglich gibt’s Rennsport
Weiter geht das Programm am Donnerstag mit den Entscheidungen der Juniorinnen und Junioren um 13.30 Uhr, respektive 15.30 Uhr. Es starten für die Schweiz: Elisa Alvarez, Nicole Göldi und Annika Liehner. Bei den Junioren gehen Janis Baumann, Dario Lillo, Roman Holzer, Finn Treudler, Luke Wiedmann und Timo Müller ins Rennen.
Der Freitag steht im Zeichen der U23-Weltmeisterschaften der Männer. Ab 10.30 Uhr gilt für die Downhill-Fahrer zum ersten Mal ernst, wenn sie zu den Qualifikationsläufen starten.
Mit den U23-Frauen startet der grosse Cross-Country-Wettkampftag am Samstag. Danach kommt es um 12.15 Uhr und 02.45 Uhr zu den Showdowns in den Elite-Kategorien.
Am Sonntag geht es dann nur noch runter, wenn die Downhill-Fahrer für Spektakel sorgen. Dies aber wie beim Cross Country, nur am Bildschirm.
Für eine erfolgreiche Durchführung der Weltmeisterschaften wird auch den Fans dieses Jahr einiges abverlangt. Da das Verfolgen des Events vor Ort aufgrund der Covid19-Auflagen nicht gestattet ist, werden Fans gebeten, Zuhause zu bleiben. Nur so kann sichergestellt werden, dass es zu keinem Rennabbruch durch die Behörden kommt und die Athleten einen fairen Wettkampf bestreiten können.
Die Elite-Rennen im Cross County gibt’s am Samstag live auf SRF2 sowie eine Teilaufzeichnung des Downhill-Rennen am Sonntag. Highlight Shows gibt’s täglich auf ORF Sport+ sowie die Elite-Rennen live. Und auch im ZDF-Livestream sowie auf Red Bull TV können die Elite-Rennen live mitverfolgt werden kann.