Charre und Melamed dominieren Enduro-Weltcup in Italien
Der Kanadier Jesse Melamend und die Französin Morgane Charre holten sich jeweils zwei Etappensiege und waren auf den sechs schnellen, ruppigen und technischen Strecken über dem azurblauen Wasser des ligurischen Meeres in Italien einfach zu schnell für ihre Konkurrenten.
Nach einem 56 Kilometer langen Tag hatte die Französin Charre einen recht komfortablen Vorsprung von fast 14 Sekunden auf die zweitplatzierte Lokalmatadorin Gloria Scarsi (Canyon CLLCTV Dainese). Dritte wurde die letztjährige Siegerin Isabeau Courdurier (Lapierre Zipp Collective).
Charre kam gut aus den Startlöchern und gewann die ersten beiden Etappen des Tages, die mit jeweils rund 10 Minuten Fahrzeit die mit Abstand längsten des Rennens waren. Damit lag sie den ganzen Tag in Führung, obwohl Scarsi, die eine spätere Etappe gewann, von einem lautstarken und parteiischen lokalen Publikum zu ihrem besten Ergebnis auf der Weltbühne angetrieben wurde.
Bei den Männern, der dritten Runde der Saison 2023, brauchte der Kanadier Melamed eine Etappe, um in Fahrt zu kommen, doch dann fand er sein Tempo, holte sich den Etappensieg und behielt die Führung für den Rest des Tages, der mit mehr al 2.000 Höhenmetern im Aufstieg und 3100 Höhenmetern Abfahrt ein gewaltiger Tag im Sattel war.
Die grösste Gefahr für Melamed ging von seinem Landsmann Rhys Verner (Forbidden Synthesis Team) aus, der die erste und die fünfte Etappe des Tages gewann. Das bedeutete, dass er bei Rennschluss nach fast 30 Minuten gegen die Uhr nur fünf Sekunden zurücklag. Der Franzose Alex Rudeau (Commencal Enduro Project) gewann eine Etappe und kam mit zwei zweiten Plätzen weniger als eine Sekunde hinter Verner als Dritter ins Ziel.
Schnellster Deutscher ist Christian Textor auf Rang 40, Raphaela Richter verpasste das Podest um lediglich zehn Sekunden. Die beiden Schweizer Tim Bratschi und Gusti Wildhaber belegen die Plätze 46 und 47.