Das «FOZILEI»-Velo war keine gute Idee
Von weitem sah das Bike wie ein Polizeivelo aus. Die leucht-orangen Streifen waren korrekt platziert, Rahmenfarbe, Gepäckträgertasche, alles stimmte – selbst der Helm im Polizeidesign. Aus der Nähe änderte sich das Bild: «FOZILEI» stand auf dem Unterrohr und anstelle der Notrufnummer 117 war «1312» zu lesen, der Code für «All Cops Are Bastards».
Weit kam der 32-Jährige Zürcher damit nicht. Laut Berichterstattung aus dem Gericht wurde er schon am ersten Tag mit seinem gefälschten Dienstrad zweimal von der Stadtpolizei Zürich angehalten. Die zweite Kontrolle endete mit der Beschlagnahme seines Gefährts. Das war 2022. Vor ein paar Wochen hat er den Strafbefehl erhalten.
Schuldig gemacht hat er sich nicht etwa der Ehrverletzung, sondern des «unzulässigen Gebrauchs von öffentlichen Zeichen sowie der unerlaubten Verwendung von Kennzeichen der Verkehrspolizei», wie die NZZ den Strafbefehl wiedergibt. Die Rechnung ist gesalzen, auch wenn der Verurteilte den grösseren Teil nicht bezahlen muss. Zu den Verfahrenskosten von 1000 Franken kommen 300 Franken Busse. Weitere 2000 Franken muss er nur überweisen, wenn er in den nächsten zwei Jahren bei einer weiteren gesetzeswidrigen Aktion erwischt wird.
Sein Bike erhält er zurück, wenn er für das Entfernen der Beschriftung bezahlt. Die Frist dafür ist inzwischen verstrichen. Die Staatsanwaltschaft darf aus verfahrensrechtlichen Gründen nicht bekannt geben, ob er Mann auf diesen Deal eingestiegen ist.