Der grosse Trail-Ärger dank Motoped?
Im Motoped steckt ein Benzinmotor von Honda mit bis zu 150 Kubikzentimeter. Alles andere am Gefährt sind herkömmliche Mountainbike-Teile, meist aus dem Downhill-Bereich stammend. Der Clou am Gefährt: Es ist komplett ohne Motor fahrbar, der Antrieb kann vollständig über einen herkömmlichen Kettenantrieb wie bei einem Mountainbike erfolgen. Deshalb wird das Gefährt in den USA als Fahrrad mit Motorunterstützung eingestuft und nicht als Motorrad. Einzige Vorgabe ist dabei die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Meilen pro Stunde (ca 48 Kilometer pro Stunde).
In der Schweiz sind motorisierte Fahrräder mit einem über 250 Watt starken Motor auf den Trails verboten. Und hier bietet aber Motoped auch gleich die Lösung: Sie fordern die Benutzer auf, auf dem Trail den Motor nicht einzuschalten sondern das Gefährt wie ein herkömmliches Mountainbike zu benutzen. Ist dann erst einmal die Strasse erreicht, um den Aufstieg wieder in Angriff zu nehmen, kann der Motor eingeschaltet und kräftesparend den Berg hoch gefahren werden.
Das Motoped könnte die hitzige Debatte um den Zugang für motorisierte Fahrräder auf Singletrails weiter anheizen. Viele befürchten, dass durch die neuen Technologien ein neues Knatsch-Level auf den Singletrails erreicht werden könnte. Und Motoped ist dabei nur der augenfälligste Vorreiter: Sämtliche grossen Mountainbike-Hersteller beginnen, ihre Offroad-Flotte zu motorisieren. Zwar sind die Verkaufszahlen verglichen mit dem Gesamtmarkt noch eher marginal, aber der starke Fokus der Hersteller auf dieses Segment deutet darauf hin, dass sie hier eine grosse Zukunft sehen. Die Zukunft hat wohl erst begonnen.
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