Ehrlich gesagt... | Ride MTB

Ehrlich gesagt...

Warum, verflucht nochmal, sind die Reifendruckangaben auf den Pneus meist klitzeklein und unleserlich? Ride-Redaktor Tobias Gütlin nervt sich immer wieder, dass die Reifenhersteller ein gut gehütetes Geheimnis daraus machen, wieviel Druck im Pneu empfehlenswert ist.

Der Reifendruck ist der absolute Gamechanger. Nichts beeinflusst das Fahrverhalten eines Fahrrads so dramatisch – positiv wie negativ – wie die Menge an Luft, die im Reifen steckt. Deshalb sollte man Transparenz schaffen, für wieviel Druck, minimal und maximal, sich ein Reifen eignet.

Diese Druckangaben stehen zwar auf der Seitenwand der Reifen – meist im Gummi eingeprägt. Das jedoch sehr oft in klitzekleinen Lettern, sodass es ohne Hilfsmittel eigentlich unmöglich ist, diese Kunststoff-Hyrogliphen zu entziffern. Das hat mitunter zur Folge, dass sehr viele Fahrradfahrer keine Ahnung haben, mit wieviel bar die Reifen zu befüllen sind. Und ebensolche Velofahrer wissen nicht, dass diese Angaben auf der Reifenseitenwand eigentlich ablesbar wären.

In meinem Bikeshop, wenn die Frage nach dem Reifendruck anrollt, zücke ich zackig eine praktische Akku-Werkstattleuchte. Diese bringt Licht ins Dunkel, und die Suche nach den Reifendruckangaben ist deutlich einfacher. Es muss nicht unbedingt eine Profi-LED-Leuchte sein, die Taschenlampe des Smartphones bringt auch schon Licht ins Gummi-Dunkel.

Es sollte aber definitiv ohne zusätzliche Lichtquelle gehen, da der Luftdruck im Reifen eine hohe Spass- und Sicherheits-Relevanz hat. Also, liebe Reifenhersteller: Druckt bitte nicht nur Brand-Lettern in Übergrösse auf die Reifen. Sondern die Druckangaben leserlich auf die Seitenwand. Und wenn Ihr schon dran seid, dann bitte auch den Pfeil für die Laufrichtung und empfohlene Felgen ebenso in den Leserlich-Modus umschalten. Merci!