Eine Fan-Reise mit dem Töffli von Italien nach Albstadt
Davide, ein guter Freund und Fan des italienischen Cannondale-Profis Marco Fontana, hat keine Lust im Bus nach Deutschland zu fahren. Er schnappt sich kurzerhand sein altes Piaggio-Töffli, beklebt es standesgemäss mit Sponsoren-Aufklebern des Cannondale-Factory-Racing-Teams und startet im norditalienischen Fiorenzuola die fast 600 Kilometer lange Reise ins süddeutsche Albstadt. Nach Chiavenna stellt sich ihm jedoch ein knackiges Hindernis in den Weg: «Den Splügenpass hoch musste Davide fast 15 Kilometer weit immer wieder seinen «Ciao» schieben, da dessen Motor zu schwach ist», erzählt Fontana und fügt mit einem schmunzeln an: «Davide setzt immer wieder solche lustigen Ideen in die Tat um.»
Nach rund vier Tagen Fahrzeit schafft es Davide am Samstag Abend aufs Renngelände, pünktlich auf die Grillparty mit dem Cannondale-Team. Der Fan-Aufmarsch bringt Fontana zwar nicht den gewünschten Weltcup-Erfolg – er wird 19. Die coole Aktion seines Freundes macht die sportliche Niederlage des sympathischen Italieners aber schon fast wieder vergessen.
Nach dem Rennen tritt Davide den Nachhauseweg allerdings mit einem komfortableren Gefährt an und gesellt sich zu den anderen Fontana-Fans in den Bus. Das «Ciao-Töffli» übergibt er als Geschenk dem Cannondale-Team, welches bereits am Samstag freudig ihre Runden durch die Pits drehte.