Kerschbaumer ist U23-Weltmeister
Für Reto Indergand ist das Resultat eine herbe Enttäuschung. «Das war nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Bei mir lief es heute überhaupt nicht. Warum, das muss ich erst analysieren», bekennt der Urner, der sich das ganze Rennen über zwischen Platz 10 und 15 bewegt, aber den entscheidenden Schritt nach vorne nicht mitmachen kann. Diesen schafft der Deutsche Julian Schelb – der übrigens vom Schweizer Spitzenfahrer Ralph Näf trainiert wird. Nach einem Sturz am Start fährt Schelb von letzter Position noch auf den Silberrang. Er profitiert dabei einerseits vom Reifendefekt seines Landsmanns Markus Schulte-Lünzum und davon, dass der bis dahin mit Kerschbaumer führende Italiener Luca Braidot schwer stürzt. So kann sich Kerschbaumer seinen ersten U23-Weltmeistertitel holen. Michiel van der Heijden kommt aus der Verfolgergruppe, die sich in der dritten Runde mit Schelb gebildet hat, zu Bronze, nachdem Daniel Braidot – übrigens der Zwillingsbruder von Luca Braidot – an dritter Stelle liegend einbricht.
Marc Stutzmann fährt von Startplatz 55 aus ein starkes Rennen und kommt auf Position 15 ins Ziel. «Ich bin sehr zufrieden. Mir ist es heute sehr gut gelaufen», meint Stutzmann, der auch keine Probleme bekommt, als es in den letzten beiden Runden zu regnen beginnt. Bei Matthias Stirnemann geht nicht viel zusammen. Schließlich stürzt er auch noch schwer und muss verletzt aufgeben. Andri Frischknecht fährt auf Platz 27, nachdem er mit Startnummer 61 ganz hinten ins Rennen gestartet ist. Er kämpft sich bis auf Position 20 vor, muss dann aber nach einem Sturz und einem Speichenbruch wieder Plätze einbüssen.