Lüthi und Włoszczowska starten zusammen am Cape Epic 2019
Race-Ticker
Lüthi gehört zu besten Marathonfahrerinnen der Welt. Von den acht Teilnahmen am Absa-Cape-Epic stieg sie fünf Mal aufs Siegertreppchen. Es gibt also kaum eine andere Frau im Fahrerfeld, die über mehr Epic-Erfahrung verfügt als LüthiDiese Erfahrung wird wichtig sein, um ihre Team-Kollegin bei ihrem ersten Cape-Epic-Start, erfolgreich durchs Rennen zu führen. Für die Langstrecke selbst braucht Wloszczowska aber keine Tipps. Schliesslich wurde sie an den Marathon-Weltmeisterschaften 2018 Dritte, und mit nur 20 Jahren liess sie sich im Jahr 2003 in Lugano als allererste Marathon-Weltmeisterin feiern.
Wie es dem unerprobten Team beim Cape Epic ergehen wird, bleibt abzuwarten. Sowohl Lüthi als auch Włoszczowska sind bei der Bekanntgabe ausgesprochen positiv eingestellt: «Nun, als ich sah, dass Jolanda Neff das Team verliess, machte ich einen Vertrauensvorschuss und fragte Maja, ob sie Lust hätte, das Cape Epic mit mir zu fahren», erklärt Lüthi, wie das Team zustande kam. «Maja reagierte sehr positiv auf meine Nachricht, und dann begann sich das Rad zu drehen. Ich fühle mich unglaublich geehrt, mit einer so versierten Fahrerin wie Maja zu fahren und bei diesem anspruchsvollen Rennen die Unterstützung des Kross Racing Teams zu haben.»
Für Włoszczowska ist das Absa-Cape-Epic ein prestigeträchtiger Event. Eine erfahrene Team-Kollegin war der Schlüssel zu ihrer Entscheidung, ihr Epic-Debüt zu geben. «Es ist ein Rennen, das man mindestens einmal im Leben machen muss», sagt die Polin. «Das Cape Epic ist in meinen Augen so etwas wie die Tour de France oder der Ironman. Wenn du gewinnst, bist du ein Held. Eigentlich ist man nur schon ein Held, wenn man es beendet hat», lächelt sie.
«Natürlich habe ich auch gehört, dass es das härteste Rennen ist, das man machen kann. Aber das versuche ich zu vergessen», lacht die polnische Cross-Country-Meisterin und fügt an: «Da ich Herausforderungen mag, entschied ich mich, diese anzunehmen; besonders, als ich die Gelegenheit hatte, mit der dreifachen Gewinnerin Ariane Lüthi zusammen zu fahren. Ich glaube, dass ich dank ihr viele «Anfängerfehler» vermeiden kann. Die grösste Herausforderung besteht darin, acht Tage ohne technische Probleme zu fahren und zwischen den Etappen die bestmögliche Erholung zu erreichen. Arianes Erfahrung wird unbezahlbar sein. Im vergangenen Jahr sind wir bei Marathon-Welt- und Europameisterschaften gegeneinander gefahren. Bei beiden Rennen lag ich nur leicht vor der Ariane. Ich hoffe, dass ich ihr im ersten Teil des Rennens viel helfen kann, und dann kann sie mir helfen, den zweiten Teil zu überleben. Aber natürlich ist es nicht nur das Überleben, was wir anstreben!»
Das Absa-Cape-Epic 2019 findet vom 17. bis 24. März statt.