Łukasik und Conolly sichern sich Enduro-Gesamtsiege, Schweizer Forlin überrascht
Łukasik gewinnt Tageswertung – und Gesamtweltcup
Der Pole Łukasik sicherte sich den Tagessieg mit nur fünf Hundertstelsekunden Vorsprung auf Charles Murray (NZL/Specialized Gravity). Nach vier technisch fordernden Stages über 46 km und 2700 Tiefenmetern reichte ihm Platz vier auf dem 600 m langen Nightfall-Finale, um Murray noch abzufangen. Jesse Melamed (CAN/Canyon CLLCTV) wurde Gesamtdritter.
Daniel Booker (AUS), zuletzt vom Pech verfolgt, überzeugte mit konstanten Zeiten und gewann die Nachtetappe. Elliot Jamieson (CAN) und Matthew Walker (NZL/Pivot) sorgten auf den Mittelstages für Abwechslung an der Spitze, letzterer fiel nach einem Sturz im Finale jedoch aus den Toprängen.
«Ich kann’s kaum glauben – der Gesamtsieg fühlt sich fantastisch an», sagte Łukasik. «Es war ein harter, aber unglaublich schöner Tag.»
Conolly Zweite – und mit dem Gesamtweltcup belohnt
Bei den Frauen holte sich Simona Kuchyňková (SVK/Cube Action Team) ihren ersten Weltcupsieg – trotz Sturz auf der Schlussstage. Nach einem Rückstand von fünf Sekunden nach Stage 1 drehte sie mit Bestzeit auf Col Croce das Rennen. Auf der langen Chaz Dura Express verlor sie nur drei Zehntel auf Ella Conolly (GBR), die ihrerseits genug Vorsprung hielt, um sich mit Rang zwei in La Thuile den Gesamtweltcup vorzeitig zu sichern. Mélanie Pugin (FRA) gewann die Auftaktstage, Raphaela Richter (GER) zeigte ein solides Comeback mit Rang drei im Nightfall-Finale.
«Ich dachte nach dem Crash, es sei vorbei», sagte eine überwältigte Kuchyňková im Ziel. «Dass es doch gereicht hat, ist unfassbar.»
Junioren: Forlin dominiert – Libnik doppelt nach
Noé Forlin (SUI) gewann sein erstes Juniorenrennen der Saison mit Bestzeiten auf allen vier Stages. Gabriel Sainthuile (BEL) wurde Zweiter, Rhys Blair (CAN) schnappte sich mit einem starken Nightfall-Lauf Rang drei vor Cooper Millwood (NZL). Melvin Almueis (FRA), Gesamtführender, fiel nach einem Bremsdefekt weit zurück.
Bei den Juniorinnen triumphierte die Slowenin Nežka Libnik (2. Saisonsieg) vor Lucile Metge (FRA) und Serienleaderin Lacey Adams (USA), die auf den ersten beiden Stages zu viel Zeit verlor. Libnik war auf allen Etappen die Schnellste.