Nexetis vermeldet den Abgang von Ginia Caluori | Ride MTB

Nexetis vermeldet den Abgang von Ginia Caluori

Ginia Caluori mit grosser Aufholjagd zu Silber. ©Piotr Staron

Foto: Piotr Staron

Das Schweizer Förderteam hat grosse Fortschritte gemacht sowie mehrere Eintagesrennen und Rundfahrten gewonnen. Nun hat mit Ginia Caluori die erste Nexetis-Athletin den Sprung in die World Tour geschafft, die Bündnerin wird ab 2026 für das Movistar Strassen-Team fahren.

Ende 2024 hat Swiss Cycling das Continental Team Nexetis lanciert - mit dem Ziel, aufstrebenden Schweizer Radsportlerinnen die Möglichkeit zu bieten, sich in vertrautem Rahmen zu entwickeln, zu entfalten, gleichzeitig in mehreren Radsportarten tätig zu sein und sich mit guten Leistungen für eine Karriere im professionellen Radsport zu empfehlen. Die Strategie bewährt sich, die Aufbauarbeit trägt Früchte: Die Athletinnen haben sowohl individuell als auch im Kollektiv markante Fortschritte gemacht; in der laufenden Saison hat das Team von Sportchef Edi Telser zahlreiche Eintagesrennen und kleinere Rundfahrten gewonnen.

Und nun, gut anderthalb Jahre nach der Gründung des Teams, ist der ersten Nexetis-Athletin der Aufstieg in die World Tour geglückt. Die ehemalige Mountainbike-Spezialistin Ginia Caluori wechselt im Hinblick auf die kommende Saison zur spanischen Movistar-Equipe und wird damit Teamkollegin von Zeitfahr-Weltmeisterin Marlen Reusser. «Ich freue mich riesig auf das neue Abenteuer. Gleichzeitig bin ich Nexetis extrem dankbar. Nur wegen der multidisziplinären Strategie, des förderorientierten Ansatzes und der hervorragenden Betreuung hatte ich die Möglichkeit, mich an den Strassenradsport heranzutasten und zu realisieren, dass meine Voraussetzungen sehr gut zu dieser Sportart passen», hält die 24-jährige Bündnerin fest.

Der Transfer von Caluori ist auch für die Team-Leitung von hoher Relevanz. «Ginia ist in den letzten Jahren von einer Quereinsteigerin zu einer Leaderin und Siegfahrerin gereift. Ihre Entwicklung ist für uns der Beweis, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere Ausbildung dazu führt, die Anzahl der Schweizerinnen im Profiradsport zu erhöhen», sagt Edi Telser, der auch als Schweizer Frauen-Nationaltrainer tätig ist.