Orbea präsentiert sein neues Cross-Country-Geschoss
Leicht und potent – das neue Oiz
Orbea hat das Oiz vollständig überarbeitet und positioniert das neue Modell als kompromissloses Wettkampf-Bike für Cross-Country und Marathon. Die Anforderungen in diesen Disziplinen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Gefragt sind heute Bikes, die nicht nur leicht sind, sondern auf technischen Kursen, in steilen Anstiegen und bei hoher Geschwindigkeit konstant Leistung liefern.
Seit der Einführung des ersten Oiz im Jahr 2005 gilt das Modell als wichtiger Bezugspunkt im XC-Segment. Mit Lösungen wie flexenden Sitzstreben, dem Squidlock-System und der patentierten I-Line-Technologie hat Orbea das Bike über mehrere Generationen stetig weiterentwickelt. Die neue Version soll diese Linie fortsetzen und vor allem bei Steifigkeit, Effizienz und Kontrolle zulegen.
Im Zentrum der Entwicklung steht ein komplett neuer Rahmen. Drei Jahre Arbeit flossen laut Orbea in das Projekt. Ziel war es, die Steifigkeit gezielt zu erhöhen, ohne das Gewicht zu steigern. Dafür wurden Rohre, Verbindungen, Formen und Layup des Carbonrahmens überarbeitet. Finite-Elemente-Analysen halfen dabei, das dynamische Verhalten des Bikes bereits vor den ersten Praxistests abzustimmen.
Besonders stark überarbeitet wurde der Bereich um Tretlager, Umlenkung und Hinterbau. Die neue Umlenkung besteht aus geschmiedetem Aluminium, ist kompakter und laut Orbea deutlich steifer. Strategisch platzierte Hohlräume reduzieren das Gewicht gegenüber der bisherigen Version um 30 Prozent. Eine zusätzliche Brücke stützt die Sitzstreben ab und soll den Hinterbau auch unter hoher Belastung präzise ausgerichtet halten.
Auch die Rohrformen wurden angepasst. Harte Übergänge wurden reduziert, damit das Carbon effizienter verdichtet und der Harzanteil gesenkt werden kann. Das soll das Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht verbessern. Das flügelähnlich geformte Oberrohr erhöht die strukturelle Steifigkeit, während Kettenstreben und Sitzstreben auf hohe Torsionssteifigkeit ausgelegt wurden. Die Powerspine-Struktur vom Steuerrohr bis zum Tretlager soll zusätzlich die Kraftübertragung verbessern, besonders bei Sprints und explosiven Antritten.
Das Fahrwerk bleibt klar auf den Renneinsatz ausgerichtet. Das neue Oiz setzt vorne und hinten auf 120 Millimeter Federweg. Optional kann es mit einer 130-Millimeter-Gabel gefahren werden. Die Kinematik bleibt degressiv ausgelegt. Ein fester Anfangshub soll unerwünschten Sag und Wippen reduzieren, während ausreichend Progression am Ende des Federwegs harte Durchschläge verhindern soll.
Die Geometrie wurde in Details angepasst. Die Kettenstreben wurden von 432 auf 430 Millimeter gekürzt, was das Bike agiler machen soll. Das steilere Sitzrohr bringt die Fahrposition weiter über das Tretlager und soll die Kraftübertragung sowie die Traktion am Vorderrad in steilen Anstiegen verbessern. Der Lenkwinkel wurde leicht von 67 auf 66,8 Grad abgeflacht, um bei hohem Tempo mehr Stabilität zu erreichen.
Die I-Line-Technologie führt die Züge durch das Oberrohr direkt zum Dämpfer. Das reduziert enge Kabelradien und soll Reibung sowie Bedienkräfte verringern. Über das Squidlock-System lassen sich Fahrwerk und Variostütze mit zwei Hebeln bedienen. Zudem stehen drei Lockout-Modi zur Verfügung, ohne dass die Hände den Lenker verlassen müssen.
Beim Gewicht nennt Orbea für den Rahmen in Grösse M inklusive Dämpfer 1700 Gramm. Dennoch sei nicht das geringstmögliche Gewicht das Ziel gewesen, sondern der beste Mix aus geringem Gewicht, Steifigkeit, Präzision und Fahrgefühl. Laut Orbea bevorzugte das Orbea FOX Factory Team in Blindtests das finale Layup gegenüber einem fast 50 Gramm leichteren Prototyp. An der Spitze der Modellpalette steht OMX-Carbon, während OMR-Carbon ein ausgewogenes Verhältnis von Gewicht und Leistung bieten soll.
Zum Gesamtpaket gehören OC-Komponenten wie ein integriertes Cockpit sowie verschiedene Variostützen. Dazu kommen ein im Rahmen integriertes Multitool, Platz für zwei Flaschenhalter in allen Rahmengrössen, verstärkte Lager, das Spinblock-System zum Schutz von Rahmen und Lack, eine Post-Mount-Bremsaufnahme und ein Gewindetretlager. Über Orbeas MyO-Programm lässt sich das Bike in Lackierung und Ergonomie individuell konfigurieren.
Getestet wurde das neue Oiz vom Orbea FOX Factory Team im XCO-Weltcup sowie vom Team Klimatiza Orbea im Marathonbereich. Pierre De Froidmont und Jennifer Jackson beschreiben das Bike so: «Das neue Oiz hat uns beeindruckt. Vor allem die neue Rahmenkonstruktion und die höhere Steifigkeit in entscheidenden Bereichen machen es deutlich leistungsfähiger. Das neue Oiz fährt sich in vielerlei Hinsicht fast wie ein Trailbike: Es wirkt berechenbarer und lässt sich deutlich einfacher präzise auf der gewünschten Linie halten.»
Das neue Orbea Oiz ist ab sofort über autorisierte Orbea-Shops erhältlich.