Peretti und Valero gewinnen den Marathon-Weltcup in den Dolomiten | Ride MTB

Peretti und Valero gewinnen den Marathon-Weltcup in den Dolomiten

Siegerin Claudia Peretti.

Foto: Freddy Paninschek / Hero Summer

Claudia Peretti und David Valero Serrano gewinnen den Hero Südtirol Dolomites 2026. Peretti setzt sich über 60 Kilometer und 3200 Höhenmeter durch, Valero entscheidet das Männerrennen über 86 Kilometer und 4500 Höhenmeter für sich. Am Start der vierten Weltcup-Etappe stehen Athletinnen und Athleten aus 54 Ländern.

Beim Hero Südtirol Dolomites 2026 haben Claudia Peretti und David Valero Serrano die Elite-Rennen gewonnen. Die Italienerin setzte sich im Frauenrennen früh an die Spitze und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Bei den Männern entschied der Spanier das Rennen mit einer Attacke im letzten Streckenabschnitt für sich.

Die 16. Austragung des Mountainbike-Marathons war zugleich die vierte Station des Hero UCI Cross-Country Marathon World Cup 2026. In den Elite- und Master-Kategorien gingen insgesamt 180 Fahrerinnen und Fahrer an den Start. Das internationale Teilnehmerfeld umfasste Athletinnen und Athleten aus 54 Ländern.

Peretti dominiert das Frauenrennen

Das Elite-Rennen der Frauen führte über 60 Kilometer und 3200 Höhenmeter. Claudia Peretti übernahm bereits am ersten Anstieg zum Grödnerjoch die Führung und baute ihren Vorsprung anschliessend kontinuierlich aus. Die italienische Marathon-Meisterin erreichte das Ziel in Wolkenstein nach 3:53:48 Stunden.

«Heute Morgen hatte ich sehr gute Beine. Deshalb habe ich versucht, einen Rhythmus zu fahren, der meiner Tagesform entsprach. Das war die richtige Entscheidung», sagte die 28-jährige Siegerin. «Es ist zwar riskant, gleich zu Beginn alles zu geben. Wenn man in Bestform ist, kann sich dieses Risiko aber lohnen. Ich spürte, dass heute mein Tag war.»

Peretti bestätigte damit ihre starke Form. Bereits im Mai hatte sie den italienischen Meistertitel gewonnen.

Rosa van Doorn belegte mit 2:32 Minuten Rückstand den zweiten Rang. Die Niederländerin lag nach rund 30 Kilometern noch auf Position acht, arbeitete sich in der zweiten Rennhälfte aber bis auf den zweiten Platz nach vorne. Nach einer Knieverletzung und einer längeren Pause zu Saisonbeginn gelang ihr damit eine erfolgreiche Rückkehr.

Den dritten Rang sicherte sich Paula Gorycka-Kurmann. Die Polin erreichte das Ziel nach 3:57:41 Stunden und verhinderte damit einen weiteren vierten Platz. «Ich wusste, dass Anna Weinbeer aufholte. Ich war aber fest entschlossen, mich nicht erneut mit dem vierten Rang zufriedenzugeben», sagte Gorycka-Kurmann.

Anna Weinbeer verpasste das Podest um drei Sekunden. Die Schweizerin belegte den vierten Platz, verteidigte aber die Führung in der Gesamtwertung des Hero UCI Cross-Country Marathon World Cup.

Valero entscheidet enges Männerrennen

Bei den Männern entwickelte sich über 86 Kilometer und 4500 Höhenmeter ein enges und wechselhaftes Rennen. Mehrere Fahrer prägten die Spitzengruppe, ehe sich David Valero Serrano in der Schlussphase entscheidend absetzen konnte.

Zu Beginn bestimmten Tim Smeenge und der frühere Strassenprofi Diego Rosa das Tempo. Dahinter hielten unter anderem Leonardo Paez, Dario Cherchi, Wout Alleman und Valero Serrano den Kontakt zur Spitze.

Nach der Passage von Arabba verkleinerte sich die Gruppe der Sieganwärter. Paez musste das Rennen wegen eines technischen Problems am Lenker kurz unterbrechen, während Rosa und Smeenge erneut den Anschluss fanden. Die Entscheidung fiel schliesslich am Anstieg zum Zallinger. Dort erhöhte Valero Serrano das Tempo und setzte sich von seinen Konkurrenten ab.

Der Spanier erreichte das Ziel nach 4:30:11 Stunden und gewann bei seiner ersten Teilnahme am Hero Südtirol Dolomites.

«Mir war klar, dass ich bei meinem ersten Hero vorsichtig beginnen musste. Ich wusste, wie anspruchsvoll dieses Rennen ist», sagte Valero Serrano. «Ich liess die anderen Fahrer zunächst den Rhythmus bestimmen und plante meine Attacke für den letzten Teil. Nach dem Durontal konnte ich mich am Anstieg zum Zallinger absetzen und den Vorsprung bis ins Ziel verteidigen. Dieses Rennen gleich beim ersten Versuch zu gewinnen, ist überwältigend.»

Valero Serrano fuhr mit einem 36er-Kettenblatt. Cherchi und Paez hatten sich für Kettenblätter mit 32 beziehungsweise 34 Zähnen entschieden.

Diego Rosa belegte mit 41,4 Sekunden Rückstand den zweiten Rang. Tim Smeenge folgte weitere 7,6 Sekunden später auf Platz drei. Valero Serrano übernahm mit seinem Sieg die Führung in der Gesamtwertung des Hero UCI Cross-Country Marathon World Cup.

In den Master-Kategorien gewannen der Österreicher Uwe Hochwarter und die Britin Sophie Johnson.

Die fünfte Weltcup-Etappe findet am 26. Juli 2026 beim Black Forest Ultra Bike Marathon in Kirchzarten statt. David Valero Serrano und Anna Weinbeer werden dort als Führende der Gesamtwertung starten.

Rangliste Männer

  1. David Valero Serrano, ESP, Klimatiza Orbea, 4:30:11

  2. Diego Rosa, ITA, 4:30:52, +41,4 Sekunden

  3. Tim Smeenge, NED, 4:31:00, +49,0 Sekunden

  4. Leon Hector Leonardo Paez, COL, Leecougan Basso, 4:31:19, +1:08,2 Minuten

  5. Dario Cherchi, ITA, Leecougan Basso, 4:33:40, +3:29,8 Minuten

  6. Wout Alleman, BEL, 4:34:53, +4:42,4 Minuten

  7. Andreas Seewald, GER, Singer KTM Racing, 4:36:09, +5:58,4 Minuten

  8. Samuele Porro, ITA, Klimatiza Orbea, 4:37:17, +7:05,9 Minuten

  9. Lorenzo Samparisi, ITA, KTM Spada, 4:37:48, +7:37,0 Minuten

  10. Sebastian Andres Gesche Antona, CHI, Klimatiza Orbea, 4:38:19, +8:08,8 Minuten

Rangliste Frauen

  1. Claudia Peretti, ITA, 3:53:48

  2. Rosa van Doorn, NED, 3:56:21, +2:32 Minuten

  3. Paula Gorycka-Kurmann, POL, 3:57:41, +3:52 Minuten

  4. Anna Weinbeer, SUI, KTM Spada, 3:57:44, +3:55 Minuten

  5. Debora Piana, ITA, 4:00:41, +6:52 Minuten

  6. Mara Fumagalli, ITA, KTM Spada, 4:02:01, +8:12 Minuten

  7. Amanda Bohlin, SWE, 4:03:04, +9:15 Minuten

  8. Lejla Njemcevic, BIH, 4:03:18, +9:29 Minuten

  9. Chelsea Bolton, USA, 4:05:15, +11:26 Minuten

  10. Natalia Fischer Egusquiza, ESP, Extremadura Ecopilas, 4:06:07, +12:18 Minuten

heroucimarathonworldcup.com