Rampage Männer-Finale wird vom Sandsturm verweht
Windböen erzwingen den Abbruch
Die 25. Ausgabe der Red Bull Rampage sollte ein grosses Freeride-Spektakel werden. Doch das Wetter machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Von den 17 gestarteten Männern konnten lediglich neun ihren vollständigen Wettkampflauf absolvieren. Hinzu kam Finley Kirschenmann, der sich entschied, seine Linie bis ins Ziel zu fahren.
Zunehmend starke Windböen mit Geschwindigkeiten von über 30 km/h machten weitere Runs zu gefährlich. Die Organisatoren brachen den Wettkampf deshalb mitten im ersten Durchgang ab. Ein offizieller Sieger wurde nicht gekürt.
Godziek begeistert mit gewaltiger Linie
Bis zum Abbruch sorgte insbesondere Szymon Godziek für Aufsehen. Der Pole zeigte eine spektakuläre Kombination aus einem Double Drop und einem anschliessenden Canyon Gap. Dafür erhielt er die höchste Wertung des Tages.
«Dieser Run war die grösste Herausforderung meines Lebens», erklärte Godziek. Noch am Vortag hatte er an seiner Linie gearbeitet. Umso zufriedener zeigte er sich mit seiner Leistung, auch wenn er gerne einen zweiten Versuch unternommen hätte.
Couderc holt den Best-Trick-Award
Trotz des vorzeitigen Endes wurden mehrere Spezialpreise vergeben. Rampage-Neuling Paul Couderc sicherte sich mit einem Flat Drop Backflip den Best-Trick-Award. Den Trick zeigte er am grössten Drop seiner Linie. Sein Team erhielt zudem den Compact Digger Award für den Bau einer besonders anspruchsvollen Steilpassage, an der vier Tage lang gearbeitet wurde.
Der Brite Kade Edwards wurde für seinen unverwechselbaren Fahrstil mit dem Best Style Award ausgezeichnet.
Den Toughness Award erhielt Bienvenido Aguado Alba. Der Spanier stürzte bei einem Flatspin 360, stand jedoch wieder auf und beendete seinen Lauf.
Der von den Athleten vergebene McGazza Spirit Award ging an Carson Storch. Der Amerikaner war bei seinem ersten Run schwer gestürzt und wurde medizinisch untersucht. Anschliessend kehrte er zum Veranstaltungsgelände zurück, um seine Mitstreiter zu unterstützen.
Goomes schreibt bei den Frauen Geschichte
Während der Männer-Wettkampf ohne Sieger endete, hatte Robin Goomes bereits zwei Tage zuvor für einen historischen Moment gesorgt. Die Neuseeländerin gewann als erster Mensch überhaupt zum dritten Mal in Folge die Red Bull Rampage.
Mit einem Flatspin, den zuvor noch keine Frau bei diesem Event gezeigt hatte, sowie weiteren spektakulären Tricks setzte sie sich gegen Hannah Bergemann und Kirsten Van Horne durch.
Damit endet die Jubiläumsausgabe der Rampage mit gemischten Gefühlen. Während Goomes die Geschichte des Freeride-Sports weiterschreibt, bleibt bei den Männern die Erkenntnis, dass selbst die besten Fahrer der Welt gegen die Naturgewalten machtlos sind.