Goomes schreibt Rampage-Geschichte und holt dritten Sieg in Folge
Rampage kehrt zu ihren Wurzeln zurück
Zum 25-jährigen Jubiläum kehrte die Red Bull Rampage an ihren ursprünglichen Austragungsort nahe Virgin im US-Bundesstaat Utah zurück. Dort, wo 2001 alles begann, wartete auf die Fahrerinnen eine besondere Herausforderung. Erstmals starteten Männer und Frauen vom selben Startpunkt. Mit mehr als 200 Höhenmetern war das Gelände zudem das bisher höchste in der Geschichte des Events.
Die anspruchsvollen Linien mit steilen Felsrinnen, ausgesetzten Graten und gewaltigen Sprüngen verlangten den Teilnehmerinnen einiges ab. Am Ende setzte sich erneut die Frau durch, die bereits die beiden vergangenen Austragungen dominiert hatte.
Die besten Women Rampage Rides
Goomes setzt mit neuen Tricks Massstäbe
Robin Goomes hatte sich intensiv auf ihre Titelverteidigung vorbereitet. In ihrer Heimat Neuseeland errichtete sie eigens ein Trainingsgelände, um insbesondere einen Backflip über einen grossen Stepdown zu perfektionieren.
Im entscheidenden zweiten Lauf zeigte sie dann ihr ganzes Können. Gleich im oberen Streckenabschnitt gelang ihr ein Flatspin 360, ein Trick, den zuvor noch keine Frau bei der Rampage gezeigt hatte. Es folgten ein Backflip über einen gewaltigen Stepdown und ein Backflip Cancan im unteren Streckenteil.
Mit 93,50 Punkten sicherte sich Goomes den Sieg und schrieb Geschichte. Noch nie zuvor hatte ein Fahrer oder eine Fahrerin die Rampage dreimal hintereinander gewonnen.
«Einmal zu gewinnen, hätte ich nie für möglich gehalten. Jetzt den dritten Titel zu holen, ist ein Traum», erklärte die Neuseeländerin. Der Druck sei von Jahr zu Jahr gestiegen, weshalb sie sich vorgenommen habe, noch härter zu arbeiten und ihre bisherigen Leistungen zu übertreffen.
Bergemann verpasst den Sieg hauchdünn
Hannah Bergemann lieferte Goomes einen packenden Zweikampf. Die Amerikanerin kombinierte einen Backflip im oberen Streckenabschnitt mit einer technisch anspruchsvollen Felsrinne, einem gewaltigen Drop und einem Suicide No-Hander am Ende ihrer Linie.
Auch im zweiten Durchgang zeigte Bergemann einen starken Lauf und steigerte sich auf 92,75 Punkte. Damit fehlten ihr lediglich 0,75 Punkte zum Sieg. Wie bereits im Vorjahr musste sie sich mit Rang zwei begnügen.
Kirsten Van Horne aus Kanada komplettierte das Podest. Mit 86,50 Punkten überzeugte sie durch einen kontrollierten und fehlerfreien Lauf. Statt auf möglichst spektakuläre Tricks setzte sie auf eine flüssige Linienwahl und präzise Fahrtechnik in den steilen Passagen.
Neuseeland überzeugt auch hinter dem Podest
Hinter den drei Erstplatzierten sicherte sich Vinny Armstrong aus Neuseeland mit 82,75 Punkten den vierten Rang. Die Australierin Harriet Burbidge-Smith folgte mit 82,51 Punkten auf Platz fünf. Chelsea Kimball aus den USA wurde Sechste.
Mit ihrem historischen dritten Triumph unterstreicht Robin Goomes ihre Ausnahmestellung im Frauen-Freeride. Gleichzeitig zeigt der knappe Ausgang, wie hoch das Niveau mittlerweile ist. Denn Hannah Bergemann fehlte weniger als ein Punkt, um die Siegesserie der Neuseeländerin zu beenden.