Ribisu bringt die Trail-Rakete aus Carbon | Ride MTB

Ribisu bringt die Trail-Rakete aus Carbon

Das Reibeisen aus Carbon wird Realität. Aus den besten Kohlefasern produziert die Walliser Bike-Schmiede eine erste Kleinserie des «RibisuRocket». Mit seinen 204 Millimeter Federweg mag es auch der jüngste Ribisu-Spross grob, es ist aber vielseitig einsetzbar sowie sehr durchdacht. Zum Beispiel verfügt das Bike trotz Downhill-Geometrie über einen kurzen Radstand, um für den Bikepark aber auch auf Singletrails agil zu bleiben.

Die Walliser Bike-Schmiede Ribisu sorgte mit seinen, aus einem Aluminiumblock gefrästen Rahmen für Aufsehen. Bei dieser einzigartigen Idee blieb es hingegen nicht. Ribisu-Schöpfer Adrian Summermatter setze aber fortan auf Carbon und tüftelte an einem Konzept das der Eier legenden Wollmilchsau schon sehr nahe kommt: einen Rahmen für den Downhill- und Trail-Einsatz gleichermassen. Anfang Dezember 2019 wurde das Rahmenprojekt konkret und Summermatter gab erste Details preis.

Vielseitigkeit liegt in der Konstruktion

Der RibisuRocket-Rahmen verfügt über den Boost-Achsstandard und ist auf 27.5-Zoll-Laufräder sowie Reifenbreiten bis 2.8 Zoll ausgelegt. Er bietet satte 204 Millimeter Federweg und dazu eine Downhill-Geometrie die mit Einfach- und Doppelbrückengabeln kompatibel ist.
Trotzdem ist das Bike mit 1218 Millimeter Radstand und 432 Millimeter langen Kettenstreben agil gehalten. Dazu verfügt es über einen zentrierten, tiefen Schwerpunkt. Es fahre sich dadurch verspielt und sei ideal für Park- und abfahrtsorientierte Trail-Fahrten – ein Bike zwischen Downhill und Superenduro, verrät Summermatter.

Der Lenkwinkel des RibisuRocket liegt bei 63.4 Grad, während der Sitzwinkel von 75 Grad auch noch Vortrieb garantiert, wenn mal ein Gegenanstieg zu bewältigen ist.
Aktuell gibt es eine Rahmengrösse in medium. Diese passt dafür für Fahrer in den Körpergrössen zwischen 175 und 190 Zentimeter.

Feine Materialwahl

Beim Rahmenbau verwendet Summermatter feinstes Toray-DU-Carbon und auch sonst legt der Walliser grossen Wert auf Details. So werden nicht nur Schaltkabel und Bremsleitungen intern verlegt, auch verfügt der Rahmen über einen internen Kabelzugang für die Montage einer Variosattelstütze. Im Weiteren ist der Hinterbau 14-fach gelagert, um ein sensibles Ansprechverhalten zu garantieren. Die ISCG05-Aufnahme zur Montage einer Kettenführung gehört bei solchen Bikes hingegen zum Standard.

Ende des vergangenen Jahres 2019 erhielt Summermatter vom Prüfinstitut das Ok für seine «RibisuRocket». Die erste Kleinserie von zehn Rahmen ist bereits in Produktion, erhältlich für 2'750 Franken, exklusive Dämpfer und Versand. Summermatter erwartet die ersten Rahmen zwischen Mitte und Ende Mai 2020.
Verkauft wird in erster Linie nur der Rahmen, diesen gibt’s dafür in den Finish-Varianten matt, glänzend schwarz oder schwarz/weiss glänzend. Auf Kundenwunsch wird das RibisuRocket mit auserlesenen Teilen aufgebaut.

www.ribisu.ch