Rude nach Kurzsperre zurück mit Sieg – Wildhaber und Gehrig Top-10 | Ride MTB

Rude nach Kurzsperre zurück mit Sieg – Wildhaber und Gehrig Top-10

Im vierten Rennen der Enduro-World-Series in Canazei kehrt der Richie Rude mit einem Sieg aus seiner achtmonatigen Dopingsperre zurück. Sam Hill und Florian Nicolai belegen die Ehrenplätze. Gusti Wildhaber und Maxime Chapuis zeigen ein starkes Rennen mit den Plätzen zehn und zwölf. Bei den Frauen gewinnt erneut Isabeau Courdurier. Anita Gehrig wird neunte, Carina Cappellari fährt auf Rang zwölf.

Im vergangenen Jahr wurde der US-Amerikaner Richie Rude beim dritten Rennen der Enduro-World-Series in Frankreich positiv auf zwei verbotene Substanzen getestet. Der Fall zog sich bis in die aktuelle Saison und Rude verzichtete darauf, Wettkämpfe zu bestreiten, bis der Fall abgeschlossen war. Der zweimalige EWS-Gesamtsieger konnte glaubhaft machen, dass er die Substanzen unbeabsichtigt zu sich genommen hatte. Da er die vergangenen acht Monate freiwillig aufs Rennen fahren verzichtete, muss er nun keine weitere Strafe aussitzen.
 
Bis zum 26. Juni setzte die französische Antidoping-Agentur die Strafdauer von Rude, just bevor das vierte Rennen der World Series in Canazei im Valle di Fassa startete. Rudes Rückkehr sorgt in vielerlei Hinsicht für Verblüffung, denn er gewinnt vier von fünf Abfahrtsetappen und gewinnt damit knapp 20 Sekunden vor dem Vorjahresgesamtsieger Sam Hill (AUS) und dem aktuell Gesamtführenden Florian Nicolai (FRA).
 
Aus Schweizer Sicht sehr erfreulich sind die Leistungen von Gusti Wildhaber und Maxime Chapuis. Wildhaber bringt drei Top-10-Zeiten runter und klassiert sich am Ende als Zehnter, was sein bisher zweitbestes Resultat ist.

Seine persönliche Bestleistung in der Enduro-World-Series fährt Maxime Chapuis ein. Den Grundstein zu seinem zwölften Rang legt der Romand auf der ersten Abfahrt wo er die neuntbeste Zeit runterbringt. Danach kommt er nicht mehr ganz an diese Leistungen heran, büsst aber nur wenig ein.

Patrick Lüthi belegt als dritter Schweizer den 43. Rang.
 

Gehrig mit Aufholjagt

Bei den Frauen ist Isabeau Courdurier einmal mehr nicht zu schlagen. Die Französin gewinnt vier der fünf Stages und knöpft so er zweitplatzierte Andreane Lanthier Nadeau gut 30 Sekunden ab. Die Kanadierin krallt sich zudem den Etappensieg auf Stage vier. Auf Rang drei landet Noga Korem aus Israel. Nach gut 40 Minuten Rennzeit kann sie sich noch mit acht Sekunden gegen die stark aufholende Melanie Pugin wehren.
 
Stark am aufholen ist auch Anita Gehrig. Die zur Zeit schnellste Schweizer Enduristin startet verhalten ins Rennen. Vor sechs Wochen brach sie sich beim Rennen auf Madeira den kleinen Finger an einem Absperrgitter und ist in Canazei noch nicht im vollbesitzt ihrer Greifkraft. Auf den letzten zwei Abfahrten vermag sie sich aber nochmals zu steigern und noch die Top-10 zu knacken.
 
Auf Top-10-Kurs ist auch Downhill-Schweizermeisterin Carina Cappellari. In ihrem dritten Abstecher in die Enduro-World-Series zeigt sie einige starke Abfahrten und liegt zwischenzeitlich auf Rang zehn. Am Ende büsst sie noch etwas an Zeit ein, belegt mit Rang zwölf ein respektables Ergebnis.

Carolin Gehrig wird auf den ersten beiden Etappen vom Sturzpech verfolgt, wodurch sie viel Zeit einbüsst. Am Ende kann auch sie sich noch etwas steigern. Mit 16. Rang wird sie allerdings unter ihrem Wert geschlagen.

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