Schneitter Dritte bei der E-EWS-Premiere
Die E-Enduro-World-Series sollen alles beinhalten, was das E-Mountainbike ausmacht. Da aber Enduro meist bergab, müssen die Teilnehmer neben vier Abfahrtsetappen auch eine Uphill-Stage bewältigen – ganz im E-Mountainbike-Stil, schön steil und anspruchsvoll.
In der Bergprüfung ist aber ausgerechnet die frühere Downhill-Weltmeisterin Tracy Moseley, die am schnellsten mit ihrem E-Mountainbike über die staubbedeckten Wurzeln hochsurrt.
Das reicht der Britin aber längst nicht aus, um den Sieg für sich zu beanspruchen. Diese fährt sich die Franzsösin Melanie Pugin auf allen Abfahrtsetappen ein. Nathalie Schneitter fährt ein solides Rennen, vermag jedoch nicht ganz vorne mitmischen und erklärt: «Mehr ging einfach nicht heute. Ich habe das Optimum aus dem heutigen Tag herausgeholt, und demnach bin ich mit dem dritten Platz zufrieden.»
Eingeschränkt wegen Sturz
Nicht sein volles Potential ausschöpfen, das passiert auch Gusti Wildhaber. Sein Knie, und somit auch Teile seiner Muskulatur, sind nach einem Trainingssturz stark geschwollen. Dennoch beisst sich der Sarganser durch und landet immerhin auf dem guten neunten Rang und fährt auf einer Abfahrtsetappe sogar die drittbeste Zeit ein. Dass er bergauf nur die 20. Zeit einfährt, ist angesichts der Umstände nicht verwunderlich.
Ganze vorne startet der Portugiese Jose Borges durch, wird dann aber bald von Yannick Pontal und Downhill-Rekord-Weltmeister Nicolas Vouilloz von der Spitzenposition verdrängt. Am Zweikampf der beiden Franzosen kann auch Jerome Gilloux mit seiner Bestzeit im Uphill nichts mehr ändern. Der Sieg geht an Pontal, knapp acht Sekunden vor Altmeister Vouilloz.
Die weiteren Schweizer Florian Golay und Joris Ryf belegen die Plätze 22 und 23.
Kleine Startliste
Wo die Premiere der Enduro-World-Series im Jahr 2013 die weltbesten Mountainbiker begrüssen durfte, stösst die erste E-Ausgabe nicht auf eine sonderlich grosse Resonanz, wenn auch hier einige grosse Namen am Start sind. Ob der E-Mountainbike-Rennsport auf Profiniveau wenig zieht oder viele wegen des Corona-Virus auf einen Start in Zermatt verzichten, ist schwierig einzuschätzen – vielleicht etwas aus beidem.
Die nächste Runde der E-EWS findet anlässlich der Enduro-World-Series in Pietra Ligure statt.