Schwitzen für Afrika: Die Velafrica Cycling Challenge läuft
Seit 1993 bringt Velafrica ausgediente und instand gestellte Velos aus der Schweiz nach Afrika. Über 200'000 sind es bis heute. In Afrika werden sie verkauft, womit sie Händlern und Velomechanikern zu einem Einkommen verhelfen. Wichtiger noch: Sie ermöglichen Menschen an abgelegenen Orten die Schule zu besuchen, einen entfernten Arbeitsort zu erreichen oder medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
An verschiedenen Orten in Afrika sind Veloläden entstanden, wo die Fahrräder verkauft und repariert werden. Velafrica investiert auch seit Jahren in die Ausbildung von Velomechanikern an den Orten, wo die Fahrräder unter die Leute gebracht werden. Neustes Projekt eines lokalen Partners ist Faso Velo in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. Weil der Radladen noch nicht ganz finanziert ist und Velafrica zudem neue Formen des Fundraisings und Community Building erproben will, läuft seit wenigen Tagen die Velafrica Cycling Challenge.
Die Teilnahmegebühr von 150 Franken pro Sechser-Team ist die Spende, die an Faso Velo geht. Einzelne Teams bezahlten von sich aus mehr. Das Spendenziel von 200'000 Franken reicht, um 5000 Velos in der Schweiz instand zu stellen und in die burkinische Hauptstadt zu transportieren. Diesen Betrag werden die gut fünfzig Teams und die Sponsoren, die die Challenge zusätzlich unterstützen, kaum erreichen. Da Velafrica seine Projektfinanzierung aber nicht allein auf diesen Fundraising Event abstützt, ist Faso Velo bereits in Betrieb. «Es geht uns auch darum, dass sich die Teilnehmenden mit dem Projekt identifizieren, während sie dafür Kilometer sammeln», erklärt Dominik Unternährer von Velafrica.
Dem Sieger-Team winkt die Trophäe des «Most Sweaty Team», Sachpreise werden unter allen Teilnehmenden verlost. Einen Blick auf das Zwischenklassement gibt es unter diesem ride.ch exklusiv zur Verfügung gestellten Link. Es zeichnet sich ein Dreikampf zwischen einem Velokurier-Team aus Basel und deren zwei aus St. Gallen ab. Aber Achtung auf die teilnehmenden Gümmeler-Fraktionen, die ihren Kontostand wohl vor allem an den Wochenenden massiv in die Höhe treiben werden.