Specialized bringt mit dem Epic 9 einen Cross-Country-Hammer | Ride MTB

Specialized bringt mit dem Epic 9 einen Cross-Country-Hammer

Nun 1589 Gramm inklusive Dämpfer soll der M-Rahmen wiegen.

Foto: Specialized

Das neue Specialized Epic 9 zeigt, wohin sich moderne Cross-Country-Bikes entwickeln: leichter, fahrstabiler und vielseitiger als frühere Rennmaschinen. Mit 120 Millimeter Federweg, sehr leichtem Carbon-Rahmen und kompromissloser Race-Ausrichtung zielt es auf Fahrerinnen und Fahrer, die bergauf Effizienz und bergab Kontrolle verlangen.

Mit dem Epic 9 legt Specialized seine zentrale Plattform für den modernen Cross Country Sport neu auf. Das Bike bleibt klar als Rennmaschine positioniert, zeigt aber, wie stark sich die Disziplin verändert hat: weniger glatte Rundkurse, mehr technische Passagen, höhere Geschwindigkeiten und längere Belastungen. Entsprechend setzt Specialized nicht auf einen Bruch, sondern auf eine Verdichtung der bisherigen Epic Idee.

Im Zentrum steht der neue Carbonrahmen, den Specialized beim S Works in mittlerer Rahmengrösse mit 1589 Gramm inklusive Dämpfer, Achse, Sattelklemme und Kleinteilen angibt. Damit liegt er 206 Gramm unter dem Epic 8. Das leichteste Serienrad, das S Works Epic 9 Ultralight LTD, soll in Grösse Medium 8,5 Kilogramm wiegen. Der Federweg beträgt vorn und hinten 120 Millimeter, der Rahmen ist laut Specialized auch für 130 Millimeter an der Front freigegeben. Damit bewegt sich das Rad an der Schnittstelle zwischen klassischem Cross Country und aggressiverem Down Country, ohne den Rennanspruch aufzugeben.

Konstruktiv bleibt Specialized dem Flex Pivot Konzept treu. Statt eines zusätzlichen Gelenks im Hinterbau übernehmen gezielt ausgelegte Carbonzonen einen Teil der Bewegung. Das spart Gewicht, reduziert Wartungsaufwand und soll die Steifigkeit hoch halten. Stärker betont werden grössenspezifische Kettenstrebenlängen, womit das Fahrverhalten über die Rahmengrössen hinweg homogener ausfallen soll. Die Geometrie wurde moderat angepasst, aber in Richtung mehr Laufruhe und Kontrolle weiterentwickelt. Ein Cross Country Bike muss heute nicht nur schnell bergauf sein, sondern auch auf ruppigen Abfahrten präzise und berechenbar bleiben.

Auch strategisch ist das Epic 9 interessant. Specialized bündelt mehrere bisher getrennte Interpretationen des Themas und macht daraus eine einzige, sehr leichte Vollfederungsplattform. Je nach Ausstattung reicht das Angebot vom Expert Modell bis zum hochpreisigen S Works Aufbau mit elektronischer Fahrwerkssteuerung. In der Schweiz startet die Linie bei 6999 Franken, die S Works Modelle liegen deutlich darüber. Damit richtet sich das Epic 9 nicht an eine breite Freizeitkundschaft, sondern an Fahrerinnen und Fahrer, die ein kompromissloses Wettkampfgerät suchen.

In der Summe wirkt das Epic 9 weniger wie eine Revolution als wie eine konsequente Zuspitzung. Specialized reduziert Gewicht, verfeinert die Geometrie und stärkt die Abfahrtsreserven, ohne den Kern des Epic aufzugeben: maximale Effizienz im Renneinsatz. Auf dem Papier ist das Epic 9 ein klares Statement: Das vollgefederte Cross Country Rad ist nicht mehr die komfortablere Alternative zum Hardtail, sondern die neue Referenz für schnelle Rennen auf anspruchsvollen Kursen.

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