Terpstra und Schwarzbauer gewinnen Cross-Country-Klassiker in Chelva
Im Frauenrennen sorgte zunächst die kurzfristige krankheitsbedingte Absage der Weltmeisterin Jenny Rissveds für Aufmerksamkeit. Dennoch blieb das Niveau im Elitefeld hoch und das Rennen entwickelte sich von Beginn an intensiv.
In den ersten Runden bildete sich eine Spitzengruppe mit Evie Richards, ihrer Teamkollegin Gwendalyn Gibson, Anne Terpstra sowie Kelsey Urban. Zur Rennhälfte konnten sich Richards und Terpstra entscheidend absetzen.
In der Schlussrunde startete die Niederländerin ihre entscheidende Attacke, erhöhte das Tempo und gewann entscheidende Sekunden Vorsprung. Nach einer Fahrzeit von ein Stunde fünfzehn Minuten und zweiundfünfzig Sekunden überquerte sie die Ziellinie als Erste und sicherte dem neu formierten Team Lapierre PXR den ersten Sieg.
Richards belegte Rang zwei vor Gibson. Beste Österreicherin Mona Mitterwallner wurde Vierte. Die Bündnerin Ginia Caluori erreichte als Siebte ein starkes Resultat.
Auch im Männerrennen blieb das Feld lange geschlossen. Eine grosse Spitzengruppe erreichte kompakt die Schlussrunde, darunter Riley Amos, Luca Martin, Charlie Aldridge und Luke Moir.
Bereits früh rückte der deutsche Meister Luca Schwarzbauer in den Fokus. Er positionierte sich konstant an der Spitze und bestimmte in Schlüsselpassagen das Tempo. In der finalen Runde fiel die Entscheidung im Sprint zwischen Schwarzbauer und Luca Martin. Der Deutsche setzte sich mit einem Vorsprung von einer halben Sekunde durch.
Der Erfolg besitzt zusätzliche Bedeutung: Schwarzbauer errang den Sieg auf einem neuen Prototyp von Canyon und sorgte damit für den ersten Rennerfolg des Modells.
Die Rennen in Chelva zeigten ein aussergewöhnlich dichtes Leistungsniveau. Mehrere neue Teams und Materialprojekte setzten bereits beim ersten grossen Härtetest der Saison Akzente.