Van der Poel und Langvad gewinnen Short-Track in La Bresse – zwei Schweizer auf dem Podest. | Ride MTB

Van der Poel und Langvad gewinnen Short-Track in La Bresse – zwei Schweizer auf dem Podest.

Beim Short Track-Rennen zum Auftakt des Weltcup-Finals in La Bresse, Frankreich fahren die Schweizer Lars Forster und Jolanda Neff auf die Ränge zwei und drei. Florian Vogel und Nino Schurter werden Vierter und Sechster, Alessandra Keller und Kathrin Stirnemann belegen die Plätze vier und fünf. Die saisonbesten Short-Track-Akteure Annika Langvad und Mathieu Van der Poel gewinnen die Wettbewerbe.

Lars Forster verhält sich in den spannenden Rennen taktisch klug und lässt vor allem den Brasilianer Henrique Avancini die Führung machen. Weltmeister Nino Schurter hält sich lange an der zweiten Position und erst als Maxime Marotte eingangs der sechsten von sieben Runden eine Attacke wagt, kommt Schurter aus der Reserve und geht dem Franzosen hinterher.
 
Durch den Angriff verliert er Positionen und als Mathieu van der Poel am ersten und längsten Anstieg in der Schlussrunde mit einem mächtigen Antritt an die Spitze jagt und eine Lücke reisst, kann Forster nicht reagieren. Doch es gelingt dem Europameister mit einem mutigen Manöver sowohl an Schurter als auch an Avancini vorbei zu stechen und seinen ersten Podest-Platz im Elite-Weltcup zu erobern.
 
Vorne fährt Mathieu van der Poel mit sechs Sekunden Vorsprung zu seinem dritten Short Track-Sieg. Lars Forster kann Avancinis Angriff abwehren und wird Zweiter. «Abwarten bis zum Schluss war die Devise. Taktisch war es dann nicht ganz perfekt, weil ich den Abgang dann ein bisschen verpasst habe. Oben vor der Geraden war ich noch Sechster, aber dann konnte ich auf der Geraden noch überholen», erklärt Forster.
«Unser Team-Chef Alex Moos hat vor der Saison einen Podestplatz im Short Track als Vorgabe gemacht, heute war die letzte Chance. Also musste ich es machen», sagt er noch und grinst. «Ich habe grosse Freude.»
 
Florian Vogel holt sich mit elf Sekunden Rückstand den vierten Rang, Nino Schurter hält nicht mehr voll dagegen, sichert sich als Sechster jedoch die erste Startreihe für Sonntag.  

Langvad mit fünften Sieg

Die Dänin Annika Langvad beweist mit ihrem fünften Sieg im sechsten Short Track-Rennen ihre Dominanz in dieser Disziplin. Vor allem ihr Antritt in der Schlussrunde stellt den Rest der Konkurrenz in den Schatten. In diesem Fall ihre letzten Begleiter Jolanda Neff und Barbara Benko. Das Trio ist nach der dritten Runde entstanden, nachdem die US-Amerikanerin Kate Courtney stürzt und die Lücke aufmacht. Andorra-Siegerin Alessandra Keller ist hinter ihr und kann nicht reagieren.
 
So kämpft Jolanda Neff gegen Barbara Benko um Rang zwei. Die Ungarin aber hat im Anstieg mehr Reserven und holt ein paar Meter Vorsprung heraus. Langvad gewinnt mit acht Sekunden Vorsprung souverän vor Benko und elf Sekunden vor Neff. «Short Track ist nicht meine Disziplin, zumindest noch nicht! Ich bin zufrieden, bin bis zum Ende alles gefahren was ging. Cross-Country macht mir definitiv mehr Spaß», sagt Neff mit einem Lachen. Für Alessandra Keller reicht es zu Rang vier (+0:14). «Es ging gut, aber ich hatte Pech, als Kate Courtney in Runde drei vor mir gestürzt ist. Dann war die Lücke zu Platz drei offen. Aber sonst bin ich zufrieden», kommentiert Keller. Erstaunlich stark präsentiert sich Kathrin Stirnemann. Sie verzeichnet im Sprint den fünften Rang – zeitgleich mit Keller.
 
Linda Indergand entscheidet sich gegen einen Start im Short Track. Sie sieht in den Short-Track-Rennen zuletzt einen Grund, warum es im letzten Cross-Country-Rennen nicht so gut klappte, wie sie es sich vorstellte.