Weltcup Albstadt: Belomoina fliegt zum ersten Sieg – Neff zurück auf dem Podium
Die Frauen liefern den vielen tausend Zuschauern bei hohen Temperaturen in Albstadt ein packendes Rennen. Weltmeisterin Annika Langvad (DEN) ist zu Beginn die dominierende Figur, doch sie stürzt mehrfach und hat am Ende keine Chance mehr.
Linda Indergand ist die gesamte Distanz über an der Spitze vertreten, doch Maja Wloszczowska kann ein etwas höheres Tempo anschlagen und so verliert Indergand mehr und mehr den Kontakt. In der Vorschluss-Runde bekommt sie Gesellschaft von Jolanda Neff. Die Europameisterin ist ein völlig anderes Rennen, eine andere Taktik gefahren als man sie von ihr kennt. Auf Anraten ihrer Kross-Team-Kollegin Wloszczowska versucht sie diesmal eine defensivere Fahrweise und es geht auf. «Ich hatte in Nove Mesto Probleme mit dem Atmen. Heute habe ich zum ersten Mal wieder genug Luft bekomen. Es war gut langsamer zu starten, dann konnte ich meinem Rhythmus folgen. Vielleicht ist das eine gute Taktik, auch für die Zukunft», erklärt Neff.
Sie lässt Indergand hinter sich und das Rennen wird zum Dreikampf. Zwei Kilometer vor Schluss gehen Belomoina, Wloszczowska und Neff in dieser Reihenfolge in den letzten Anstieg. Dort macht die ausgesprochen starke Kletterin aus der Ukraine die entscheidenden Meter gut und holt sich nicht nur ihren ersten Sieg, sondern auch das weisse Leaderjersey. Jolanda Neff zeigt sich glücklich mit Platz drei. «Es war heute mal was anderes. In Nove Mesto bin ich schnell gestartet und alle haben mich überholt. Heute konnte ich dauernd überholen, das hat Spass gemacht», meint die sonstige Schnellstarterin.
Linda Indergand rettet Rang vier (+1:10). «Über eine Runde weniger wäre ich nicht verärgert gewesen», lacht sie. «In den Anstiegen verlor ich immer, aber in den Downhills konnte ich wieder aufholen. Maja habe ich verloren, nachdem Annika vor mir gestürzt ist. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meinem zweiten Podium.»
Alessandra Keller verliert in der letzten Runde noch den fünften Rang. Nach einem Start, in dem sie mehrfach abgedrängt wird, kann sie sich in starkem Rhythus bis auf Position fünf nach vorne fahren, wird aber in der Schlussrunde noch von der Australierin Rebecca Henderson kassiert. «In der letzten Runde war es brutal hart. Schade, dass ich Platz fünf noch verloren habe, aber mit meinem Rennen bin ich trotzdem zufrieden», sagt Keller.