Weltcup: Nino Schurter mit Riesenpech in Albstadt
Das zweite Weltcup-Rennen der Saison wird erneut zum Duell. Aber es sind vertauschte Rollen. Diesmal ist es Julien Absalon, der mit Nino Schurter um den Sieg kämpft. Nove-Mesto-Sieger Kulhavy kann sich auf dem steilen Gelände im „Bullentäle" nicht entfalten und kämpft mit Florian Vogel um den dritten Rang.
Schurter und Absalon gehen gemeinsam in die letzte Runde. Wer die schärferen Waffen hat, lässt sich von außen nicht sagen. Schurter nimmt Absalon in den Downhills jeweils ein paar Meter ab, doch der Franzose schließt immer wieder auf. „Ich habe mich super gefühlt und hatte eigentlich den Eindruck, dass ich auch am Berg der etwas Stärkere bin", meint Schurter später. Das zeigt sich auch am letzten Anstieg. Absalon greift mehrfach an, doch er kann Schurter nicht distanzieren. Der kontert im letzten Teil, kann ein paar Meter heraus holen und geht als Erster in die letzte Abfahrt. Ganz unten, wo es auf die Wiese und die letzten 300 Meter geht, hat er einige Sekunden Vorsprung und steuert auf seinen 15. Weltcupsieg zu. Doch in der Ausfahrt von einem Drop rutscht Schurter weg und liegt im Schotter. Absalon zieht vorbei, der Churer springt zwar rasch wieder aufs Bike, doch es ist zu spät. „Das war ein dummer Sturz, schade", meint Schurter später. „Der Sieg war zum Greifen nah. Aber so ist der Rennsport."
Florian Vogel liegt zu Beginn mit Schurter und Absalon an der Spitze, doch dann muss er seinen eigenen Rhythmus suchen. Hinter ihm liegt Kulhavy, dem die langen, steilen Anstiege nicht entgegen kommen. „Die Strecke liegt mir, deshalb wollte ich am Anfang pushen. Das habe ich nach drei Runden gebüßt, aber ich konnte den Schaden begrenzen. Jaroslav hat dann noch mal aufgedreht, aber ich denke, es war ein solides Rennen. Das Niveau ist sehr hoch, aber ich bin zuversichtlich, dass es mir noch gelingt dieses Jahr in die Top drei zu fahren.
Mathias Flückiger erwischt, wie schon in Nove Mesto, keinen guten Start. Er ist eingeklemmt und liegt erst mal nur an 15. Stelle. Von dort aus schließt er dann zu Fabian Giger auf, mit dem er bis zur vorletzten Runde um den fünften Podiumsplatz kämpft. „Schade, dass ich nicht von Anfang an dabei sein konnte. Viel würde für ganz vorne nicht fehlen, glaube ich. Mir ist es heute sehr gut gegangen, aber nach dem schlechten Start musste ich erst mal viel Energie investieren", erklärt Flückiger.
Hinter ihm besetzten Fabian Giger und Lukas Flückiger, der den Deutschen Manuel Fumic im Zielsprint bezwingt, weitere Schweizer die nächsten Plätze.
Die weiteren Schweizer:
12. Matthias Stirnemann
15. Reto Indergand
28. Ralph Näf
33. Nicola Rorhbach
34. Martin Fanger
37. Martin Gujan
43. Thomas Litscher
63. Marcel Wildhaber
84. Michael Stunzi
91. Emilien Barben