WM: Neff verteidigt ihr Trikot souverän | Ride MTB

WM: Neff verteidigt ihr Trikot souverän

Yolanda Neff verteidigt bei den Weltmeisterschaften in Südafrika ihr Regenbogen-Trikot in überlegener Art und Weise und gewinnt das Rennen zweieinhalb Minuten vor der Französin Pauline Ferrand. Andrea Waldis wird Fünfte, Linda Indergang Siebte.

Neff setzt dem Rennen gleich von Beginn weg ihren Stempel auf und forciert das Tempo. Zwei Runden lang bleibt ihr Pauline Ferrand auf den Fersen und greift schliesslich gar an. Doch Neff kontert. «Ich war überrascht, dass sie vorbei geht. Das hat mich geärgert, weshalb ich sie auf einer anderen Linie wieder übeholt habe und dann den wohl entscheidenden Vorsprung herausfahren konnte», erzählt Neff nach dem Rennen.

Ruhig und konzentriert fährt Neff, die als eher heissblütige Rennfahrerin gilt, weiter und lässt sich nicht mehr aufhalten. Sie vergrössert ihren Vorsprung kontinuierlich und verteidigt ihren U23-Weltmeistertitel ungefährdet. «Ich habe nicht so den Druck gespürt wie bei der EM zuhause. Ich war nicht nervös, wollte einfach nur ein gutes Rennen zeigen und meinen Titel verteidigen. Vor dem Rennen wusste ich nicht, wie die Situation aussieht, weil ich im Elite-Weltcup gefahren bin», meint Neff und verweist darauf, dass sie zum ersten Mal vor einer WM nicht krank gewesen sei.

Hinter Neff und Ferrand fährt Yana Belomoyna an dritter Position ein einsames Rennen, so dass eigentlich nur der Kampf um Rang vier von Bedeutung ist. Darin sind unter anderen mit Andrea Waldis und Linda Indergand zwei weitere Schweizerinnen verwickelt. Die Deutsche Helen Grobert stürzt in diesem Kampf zweimal, aber auch Linda Indergand muss zweimal heftig zu Boden. Mit Schmerzen fährt Indergand das Rennen als Siebte zu Ende, muss im Ziel aber ärztlich versorgt werden.

Andrea Waldis duelliert sich weiter mit Helen Grobert, doch die Deutsche kann die Junioren-Weltmeisterin des vergangenen Jahres in der letzten Runde noch hinter sich lassen. Waldis bekommt es am Ende gar noch mit der Schwedin Jenny Rissveds zu tun, kann die Skandinavierin aber im Sprint noch hauchdünn bezwingen. «Am Schluss war es nur noch Kopfsache. Ich habe versucht meinen Rhythmus zu fahren und habe profitiert von den Stürzen von Helen und von Linda. Die drei vor uns waren eine andere Liga, aber ich bin froh, dass ich im ersten Jahr schon Top fünf fahren konnte. Das hätte ich vorher nicht gedacht», kommentierte Waldis ihren ersten WM-Auftritt in der U23-Kategorie.