Yeti präsentiert mit dem LT einen neuen Enduro-Kracher | Ride MTB

Yeti präsentiert mit dem LT einen neuen Enduro-Kracher

Das neue Yeti LT mit Sixfinity-Hinterbau und 160 Millimeter Federweg am Heck.

Yeti überträgt die aus Rennsport und E-Mountainbike bekannte Sixfinity-Plattform auf die neue LT-Familie. Das neue Enduro-Modell kommt mit sechsgelenkigem Hinterbau, verstellbarer Progression, wählbarer Laufradkonfiguration, Stauraum im Rahmen und Carbon-Aufbau der hochwertigen Turq-Serie.

Yeti stellt mit dem LT die nächste Generation seiner langhubigen Enduro-Plattform vor und rückt dabei die Sixfinity-Hinterbaukonstruktion ins Zentrum. Die Technik wurde ursprünglich für das elektrisch unterstützte 160e entwickelt und später im Downhill-Weltcup weiter erprobt. Nun kommt sie in einer Pedalbike-Plattform zum Einsatz, die direkt auf dem erfolgreichen SB160 und mehreren Prototypen aufbaut. Das LT soll die Rennsport-Gene des bisherigen Enduro-Flaggschiffs mit einem breiteren Einsatzbereich und mehr Einstellmöglichkeiten verbinden.

Sixfinity basiert auf einem Sechslenker-System, bei dem Beschleunigung, Bremsverhalten und Hebelverhältnis weitgehend unabhängig voneinander abgestimmt werden können. Yeti verspricht dadurch hohe Traktion beim Treten, ein kontrolliertes Fahrwerk beim Bremsen und ein berechenbares Verhalten im groben Gelände. Die Progression lässt sich über einen Flip-Chip in drei Stufen anpassen. Zur Wahl stehen fünfzehn, zwanzig oder fünfundzwanzig Prozent Progression. Damit kann das Fahrwerk direkter und rennorientierter, ausgewogen oder mit mehr Reserven gegen Durchschläge gefahren werden.

Auch bei der Geometrie setzt Yeti auf Anpassbarkeit. Das LT kann als reines Neunundzwanzig-Zoll-Bike oder als Mullet mit kleinerem Hinterrad gefahren werden. Ein Chip gleicht die Geometrie beim Wechsel der Laufradkonfiguration aus. Zusätzlich lassen sich die Hinterbaulängen über austauschbare Ausfallenden um zehn Millimeter verlängern. Die Kettenstreben sind rahmengrössenspezifisch ausgelegt, was für eine ausgewogenere Gewichtsverteilung, mehr Traktion bergauf und höhere Stabilität bergab sorgen soll. Der Lenkwinkel beträgt vierundsechzig Grad, im Mullet-Setup sind es dreiundsechzigeinhalb Grad.

Der Federweg liegt hinten bei hundertsechzig Millimetern, vorne ist eine Federgabel mit hundertundsiebzig Millimetern vorgesehen. Der Rahmen besteht ausschliesslich aus Turq-Carbon. Yeti kombiniert dabei ein hochwertiges Carbon-Layup mit Vectran-Multifilamentgarn, das die Schlagfestigkeit erhöhen soll. Alle Dämpfer erhalten laut Hersteller eine eigene interne Abstimmung, passend zur jeweiligen Plattform.

Zur Ausstattung gehört ein integrierter Stauraum im Unterrohr. Darin finden Werkzeug, Schlauch, Verpflegung oder eine leichte Zusatzschicht Platz. Eine passende Rahmentasche gehört zum Konzept. Unterhalb des Stauraums sind zudem Positionen für Tracker wie AirTag oder Tile integriert. Die Leitungen verlaufen intern durch geformte Führungen und werden an den Ein- und Austrittspunkten fixiert. Zusammen mit einem neuen Kettenstrebenschutz soll das Bike besonders leise bleiben.

Die LT-Modelle werden in den Rahmengrössen Small bis Extra Large angeboten. Für die Schweiz nennt Yeti Preise von 6400 bis 9800 Franken, je nach Ausstattung. Die Topversion kommt unter anderem mit Fox Factory Fahrwerk, DT Swiss Laufrädern und Sram X0 AXS. Weitere Varianten setzen auf Shimano XT Di2 oder Sram 90. Damit positioniert Yeti das LT klar im oberen Enduro-Segment: als Rennmaschine mit vielen Einstellmöglichkeiten, aber auch als vielseitiges Bike für Fahrer, die ein langhubiges Mountainbike präzise auf Gelände, Fahrstil und Laufradwahl abstimmen wollen.

yeticycles.com