Bratschi und Pugin siegen im Königreich | Ride MTB

Bratschi und Pugin siegen im Königreich

Melanie Pugin gewinnt SES in Lenzerheide.

Foto: Balz Weber

Nach seinem Sieg in Laax, gewinnt Tim Bratschi auch den dritten Stopp der Swiss Enduro Series im Bike Kingdom Lenzerheide. Der Urner siegt vor dem Finnen Tarmo Ryynänen und dem früheren Schweizermeister Patrick Lüthi. Bei den Frauen lässt die Französin Melanie Pugin nichts anbrennen und gewinnt das Rennen mit drei von vier Bestzeiten. Delia da Mocogno und Ysaline van Kampen belegen die Plätze zwei und drei.

Nach ihrem dritten Platz bei den Seiss Enduro Series in Laax am Wochenende zuvor, dreht die Französin Melanie Pugin in Lenzerheide auf. Sie startet mit einem Etappensieg ins dritte Rennen der Serie, gefolgt von den Schweizerinnen Ysaline van Kampen und Delia da Mocogno. Die Heimberg-Stage geht ebenfalls zugunsten von Pugin aus, dahinter aber verbessert sich die Britin Katy Winton mit der zweitbesten Zeit auf Zwischenrang drei.

Bis dahin liegt Carolin Gehrig noch auf Platz fünf, die Zeiten jedoch stets nahe beisammen. Mit der zweitbesten Zeit auf «Great White» hinter der führenden Französin, katapultiert sich Gehrig direkt auf Position zwei vor van Kampen. Knapp dahinter lauert Anita Gehrig auf Platz vier, während da Mocogno scheinbar aussichtsreich auf Position sechs in die letzte Etappe geht, der Straight Line, wo grösstenteils auch der Downhill-Weltcup ausgetragen wurde.

Dort dreht sich das Klassement aber noch einmal: Carolin Gehrig geht kurz nach dem Start über den Lenker und verlässt das Rennen mit gebrochenem Helm auf der Stelle – sie trägt glücklicherweise keine Blessuren davon, wie sich wenig später herausstellt. Die letzte Abfahrt macht sich dafür da Mocogno zu eigen. Mit ihrer Bestzeit macht sie einen grossen Sprung nach vor vorne und klassiert sich vor Ysaline van Kampen auf Platz zwei. Melanie Pugin ist für sie hingegen ausser Reichweite. Die Französin gewinnt mit gut 40 Sekunden Vorsprung. Rang vier abonniert, schrammt Anita Gehrig am Ende um knapp zwei Sekunden am Podest vorbei.

Bratschi fast wie Pugin

Im Rennen der Männer macht es Tim Bratschi fast seiner französischen Kollegin Melanie Pugin gleich und baut sich auf der ersten Stage, dem Höhenweg Proschieri, ein Polster von elf Sekunden auf. Dort macht aber auch der Finne Tarmo Ryynänen mit Platz zwei auf sich aufmerksam, knapp dahinter der Italiener Mirco Vendemmia.

Auf der Heimberg-Stage siegt Bratschi abermals, dieses Mal vor Vendemmia und Patrick Lüthi. Der Romand wiederholt diese Leistung auf der dritten Abfahrt und liegt vor der letzten Etappe auf Position vier, in Reichweite zum Podest. Nur Vendemmia und Bratschi sind auf der Great-White-Etappe 0.8 und 1.92 Sekunden schneller.

Wie bei den Frauen sorgt die Straight Line auch bei den Männern für Spannung und Veränderungen. Wie Pugin kann auch Tim Bratschi keinen weiteren Etappensieg einfahren, doch er muss sich auf dieser Stage gleich von mehrern Fahrern geschlagen geben. Auch Mirco Vendemmia muss sich geschlagen geben – kampflos. Mit 17 Sekunden Rückstand stürzt er sich in die letzte Abfahrt, doch ein Plattfuss verhindert seinen sicher geglaubten Podestplatz. Mit umgehängtem Reifen rattert er auf der Felge ins Ziel – Platz 28 ist es für den Italiener.

Platz zwei sichert sich der Finne mit der drittbesten Fahrzeit, Patrick Lüthi heimst Platz drei ein. Der Etappensieg holt sich Myles Weber, der sich noch auf Platz sechs verbessert, 1.7 Sekunden vor seinem Team-Kollege Lutz Weber, der sich auf Platz sieben verbessert. Der amtierende Schweizermeister Basil Weber zieht hingegen einen schlechten Tag ein. Kettendefekt auf Stage eins, ein fünfter Platz auf Stage zwei und abermals einen Kettendefekt auf Stage drei vermiesen ihm ein besseres Resultat. Schaltwerk und Kette demontiert, startet Weber sprichwörtlich antriebslos auf die letzte Etappe und lässt mit der viertbesten Zeit aufhorchen. Es ist eine kleine Genugtuung für ihn, dass es Gesamt nur auf Rang 20 reicht.

Vollständige Resultate

swissenduro.ch

 


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