Eurobike-Vorschau: Simplon investiert in Leichtbau und Aerodynamik
Pavo ist bereits ein bekannter Name im Simplon-Portfolio, doch bald verlassen das frische Pavo Ultra und Pavo 3 das Simplon Werk in Hard in der Nähe des Bodensees. In der Ultra-Ausführung kommt nochmals hochwertigeres Carbonmaterial zum Einsatz als beim Pavo 3, ansonsten teilen sich die beiden Strassenflitzer die grundlegende Erbsubstanz. Beim Ultra, erhältlich in den Grössen 52, 55 und 58 Zentimeter wiegt der Medium-Rahmen circa 720 Gramm, Simplon gibt an, dieses Gewicht in der Serienproduktion einhalten zu können, was darauf hinweist, dass sich bei diesem Hersteller einige Kompetenzen beim Fahrradbau mit Carbon angesammelt hat. Beim Pavo 3, zusätzlich in den Dimensionen 49 und 61 Zentimeter verfügbar, fügt der 55er-Rahmen bescheidenen 830 Gramm zum Gesamtgewicht des Rads bei. Bemerkenswert sind diese Gewichte insbesondere dadurch: die Züge sind komplett innenliegend geführt.
Saubere Optik bei elektronischer Schaltung
Die Sattelstütze im 27.2 Millimeter-Mass ist in einem Di2-Aufbau vorbereitet für die Aufnahme des Akkus in der Stütze. In Verbindung mit den innenliegenden Kabelführung verhilft das den Rennrädern zu einem aufgeräumten Äusseren. Beim Steuerrohr vertraut Simplon selbstverständlich auf eine konische Form, der aus einem Stück gefertigte Hinterbau nimmt Reifen bis zur Dimension 700x28 auf und beim Innenlager kommt der Standard 86.5 Millimeter Pressfit zum Einsatz. Der Hersteller verspricht für das Pavo 3 wie für das Pavo Ultra hohe Komfortwerte an der Gabel und am Rahmen sowie Sattelstütze.
Simplon Nexio: Arbeitsgerät für das Team Nett App
Mit dem bestehenden Triathlonrad Mr. T hat Simplon bereits eine windschlüpfrige Zeitmaschine im Angebot. Doch mit dem brandneuen Nexio stellen die Österreicher ein UCI-konformes Aero-Rennrad her, das mit geringem Gewicht, reduziertem Luftwiderstand und hoher Antriebssteifigkeit auftrumpfen will.
Genau richtig dürfte diese Maschine für die Fahrer des mit einer deutschen Lizenz ausgestatteten und im Jahr 2010 gestarteten Continental Team NetApp sein. Die sportliche Sitzposition soll jedoch nicht nur Profis ansprechen, sondern auch für leistungsorientierte Strassenradsportler und Triathleten auf Kurz- und Mitteldistanzen passen.
Um dem Wind wenig Angriffsfläche zu bieten setzt der Hersteller auf eine speziell aerodynamische Ausgestaltung der Rahmenrohre sowie innenverlegte Züge und eine variable Position des Flaschenhalters. In die gleiche Kerbe schlägt bei Di2-Aufbauten die Möglichkeit, den Akku in der tropfenförmigen Sattelstütze unterzubringen. Beim Rahmen, bei dem neben Aerodynamik auch auf hohe Steifigkeit im Tretlager- und Lenkkopfbereich, geachtet wurde, wiegt das 55-Zentimeter-Modell circa 1020 Gramm, insgesamt kommen die Rahmengrössen 50, 53, 55, 57 und 60 Zentimeter auf den Markt.