Nach Crash in Bolivien: Gee Atherton sitzt nicht mehr im Rollstuhl | Ride MTB

Nach Crash in Bolivien: Gee Atherton sitzt nicht mehr im Rollstuhl

Gee Atherton Crash Verletzung Update

Gee Atherthon kann wieder auf zwei Beinen stehen.

Foto: gee_atherton Instagram

Bei Dreharbeiten in Bolivien hat sich Gee Atherton diverse Knochen gebrochen. Etwa zwei Monate nach dem Sturz gibt er bekannt, dass er nicht mehr im Rollstuhl, sondern an Krücken unterwegs sei. Der Weg zurück aufs Bike wird, sofern möglich, noch Monate dauern.

Es gibt den career-ending crash, den Sturz, der der Sportkarriere ein Ende setzt. Etwa jene, die Paul Basagoitia und Adolf Silva, beide bei Red Bull Rampage erleben mussten. Gee Atherton hat schon mehrere solche Horrorstürze mit schweren Folgen überstanden, 2021 bei Dreharbeiten, 2023 bei Red Bull Rampage und im August 2026, wieder bei einem Film-Shoot.

Es sei schon schwierig gewesen, ihn von der Unfallstelle zu bergen, teilt er im August mit, ohne Details zu nennen. Im bolivianischen Krankenhaus werden dann diverse Knochenbrüche – O-Ton Atherton: «Glücklicherweise alle unterhalb der Hüfte» – mit externen Fixatoren geschient. Es folgt die Überstellung in die Heimat, dort eine Reihe von Operationen.

Nach zwei Monaten vom Rollstuhl an die Krücken

Zwei Monate nach dem Unfall gibt Gee bekannt, dass er den Rollstuhl verlassen habe und sein ganzes Gewicht auf seinen Beinen halten könne. Um sich vorwärts zu bewegen brauche er aber noch Krücken. Er spricht auch darüber, dass er einfach mache, was sein Körper zulasse und diesem so etwas Alltag vortäuschen zu wollen. Eine weitere Woche später postet er ein Video, in dem er zum ersten Mal wieder auf zwei Rädern zu sehen ist – auf dem Hometrainer Gym.

Ob er wieder der Alte wird, ob und wie intensiv er nach diesem Heilungsprozess Mountainbike fahren können wird, ist offen. Er macht selber keine Aussage dazu. Was ihm vielleicht zugute kommt: Er hat Erfahrung mit der Langzeit-Genesung. 15 Monate hat es gedauert, bis er nach seinem 2021er Crash körperlich und mental wieder fit fühlte. Ein gutes Jahr später, verletzte er sich bei Red Bull Rampage erneut schwer.

Und jetzt also, mit 40 Jahren, ein weiterer überharter Aufschlag. Die Frage ist, was der Schotte aus all dem macht. Einige wünschen sich, dass er es gut sein lässt und aufhört, Grenzen zu überschreiten. Die Petition, die ihn dazu auffordert, hat nach seinem jünsten Unfall einige Unterschriften dazu gewonnen. Er selber lässt sich nicht in die Karten blicken. Sicher ist nur: Die nächste Monate wird es von Gee nur Reha-News geben.