Nun kämpfen auch Zuger Biker gegen Singletrail-Verbot
80 Zuger Mountainbiker haben sich Mitte Juni für die Gründung der «IG Mountain Bike Zug» getroffen, um gemeinsam gegen die geplanten Restriktionen auf dem Zuger-, dem Walchwiler und dem Rossberg vorzugehen. Die Absichten der Gruppierung gehen aber noch deutlich weiter. Man will für die kantonalen und kommunalen Behörden künftig eine Kontaktstelle für Mountainbike-Fragen sein und die Interessen der Mountainbiker im Sinne einer gemeinsamen, toleranten und zukunftsorientierten Nutzung der Wege vertreten.
Stein des Anstosses ist ein Entwicklungsleitbild für das Gebiet zwischen Wildspitz und Zug, welches der Regierungsrat bereits vor einem Jahr verabschiedet hat. Dieses schlägt beispielsweise vor, an Wochenenden in der Region ein flächendeckendes Fahrverbot zu verhängen. Der Kanton Zug ist noch immer im Irrglauben, dass sich Mountainbiker querfeldein bewegen.
Unter dem Begriff «Nutzungsentflechtung» und «Besucherlenkung» befürchten nun viele lokale Mountainbiker, dass bestehende und attraktive Bikerouten künftig mit einer Verbotstafel belegt werden. Es ist auch selbstredend, dass bei der Ausarbeitung des Leitbilds Forst, Jagd oder Landwirtschaft involviert wurden, nicht aber die Freizeitinteressen beispielsweise der Mountainbiker. Trotzdem hat man bei der Ausarbeitung des Leitbilds aber erkannt, dass Verbote alleine keine Lösung sind. So sollen beispielsweise neue attraktive Routen für Biker und auch eine Downhillstrecke geprüft werden.
Medienmitteilung des Kanton Zugs
www.zug.ch/behoerden/baudirektion/amt-fur-raumplanung/aktuell/entwicklungsleitbild-zuger-walchwiler-rossberg
IG Mountain Bike Zug
www.facebook.com/MountainBikeZug