Sturm im Wasserglas: Blindsee-Trail bleibt nun doch offen | Ride MTB

Sturm im Wasserglas: Blindsee-Trail bleibt nun doch offen

Blindsee

Der Zwist um das Trail-Aushängeschild am Tiroler Blindsee scheint sich in Wohlgefallen aufzulösen. Die Strecke wird 2027 weitgehend unverändert geöffnet bleiben. Nur im unteren Abschnitt entlang des Seeufers soll es zu einer räumlichen Entflechtung von Wanderweg und Trail kommen.

Die angekündigte Sperre des Blindsee Trail ab 2027 hatte im Mai noch für Aufregung in der Bike-Community gesorgt. Wegen angeblich untragbarer Konflikte zwischen Wanderern, Badegästen und Bikern hatte die Gemeinde Biberwier das Ende des als Shared Trails angelegten Streckenjuwels im Tiroler Ausserfern verlautbart. Für den Tourismus in der Region, der unter anderem auf Biken als Zugpferd setzt, eine Hiobsbotschaft. Wobei die vermeintlich rücksichtslosen Mountainbiker wohl nur ein vorgeschobenes Argument für die beabsichtigte Sperre waren, denn im Hintergrund tobte seit Monaten ein Konflikt zwischen dem Chef des Tourismusverbandes und des Bürgermeisters von Biberwier, wie Lokalmedien berichteten. 

Nun scheint das Kriegsbeil begraben. Gemeinde, Grundbesitzer und Tourimusverband haben sich gemäss einer Pressemeldung auf eine Fortführung des Blindsee Trails 2027 geeinigt. Die Strecke bleibt weitgehend unverändert, lediglich im unteren Teil, entlang des Sees, soll es zu einer räumlichen Entflechtung von Wanderweg und Biketrail kommen. Ab dem Rasthaus Zugspitzblick sollen so die Bedürfnisse von Wandernden, Schwimmern und Bikern besser berücksichtigt werden, heisst es in der Aussendung. Das bedeutet zugleich, dass der obere Teil, also die eigentliche Trailabfahrt, unverändert bestehen bleibt.

Der Betrieb 2027 sei somit gesichert. Wie es darüber hinaus weitergeht, werde man im kommenden Jahr gemeinsam erarbeiten. Für den langfristigen Fortbestand des Aushängeschilds unter den Tiroler Singletrails wolle man zusammen zukunftsorientierte Lösungen entwickeln.