Test: Easton Haven Teleskopstütze – Ein Füdli-Lift auch für kalte Tage.
Die Easton Haven ist identisch mit der Turbine-Sattelstütze von Race Face. Bei beiden Produkten kommt die Technik aus dem Hause 9point8 zum Zuge. Die Stütze gibt es nur als Version für innenverlegte Züge und kommt wahlweise mit 100, 125 oder 150 Millimetern stufenlos verstellbarem Hub daher. Wir sind die 125-Millimeter-Version gefahren, da zum Zeitpunkt des Teststarts keine andere Version verfügbar war. Sie funktioniert mechanisch mittels Kabelzug. Für jene die ihr Bike mit einem 1-fach Setup fahren, gibt es optional einen Remote-Hebel, der analog des Schalthebels parallel zum Lenker zu liegen kommt.
Montage
Wer denkt er könnte die Stütze ohne Anleitung einfach mal so montieren liegt falsch. Die Montage an sich ist eigentlich nicht ausserordentlich schwer, man ist aber gut beraten sich ganz exakt an die Anleitung zu halten. Die Stütze muss penibel genau montiert werden, sonst funktioniert sie nicht tadellos. Wir haben zwei Anläufe gebraucht, dafür hatten wir kaum Sorgen im Anschluss.
Wie wichtig die genaue Montage ist, hat sich gezeigt, als wir ein identisches Modell an einem Testbike gefahren sind, wo die Montage wohl nicht top war. Dort mussten wir den Kabelzug neu einziehen, da die Stütze stets Probleme machte. Danach hat sie wieder tadellos funktioniert.
Munter hoch und runter
Als wir im März die Stütze gefasst hatten, lag an unserem Bürostandort noch ordentlich Schnee und wir konnten testen, ob die Aussage von Easton stimmt und die Teleskopstütze auch bei sehr tiefen Temperaturen ohne Murren funktioniert. Dafür musste Bike und Stütze auch zwei Nächte bei minus 15 Grad auf dem Balkon ausharren. Der Gefrierschock konnte der Haven aber nichts anhaben. Am nächsten Morgen ging sie noch immer munter hoch und runter.
Allgemein hat die Variosattelstütze tadellos funktioniert. Ausser an drei Tagen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Dort hatten wir Probleme, dass sie plötzlich abgesunken ist und sich nicht mehr arretieren lies. Doch das liess sich unmittelbar beheben indem wir die Kabel-Spannung kurzzeitig erhöht und gleich wieder zurückschraubt haben. Danach lief die Stütze wieder flott.
Der Auslösehebel braucht etwas mehr Kraft zum betätigen als die von anderen Herstellern, ist aber kein Nachteil. Die gerippte Hebelform bietet guten Grip am Daumen.
Fazit
Auch nach acht Monaten im Einsatz macht die Easton Haven das für was sie geschaffen ist: Sie fährt hoch und runter auf Kommando – egal bei welcher Temperatur. Für uns kommt sie einen Zacken zu schnell hoch. Nach ein paar Ausfahrten hat man sich aber daran gewöhnt.