Vermette ist jüngster Weltcup-Gesamtsieger seit E.T.
Vermette schreibt Geschichte, Meier-Smith schlägt erneut zu
Das Finale der Männer bot reichlich Drama. Vor dem letzten Rennen kämpften Asa Vermette, Jordan Williams und Amaury Pierron um den Gesamtsieg. Pierron stürzte zweimal in der Qualifikation und verpasste den Final, Weltmeister Jackson Goldstone scheiterte ebenfalls. Damit lief alles auf das Duell zwischen Vermette und Williams hinaus.
Vermette erwischte keinen perfekten Lauf, kämpfte sich aber auf Rang acht. Weil Williams nicht über Platz sechs hinauskam, reichte dies dem 19-jährigen Amerikaner zum Gesamtsieg. Vermette ist damit erst der zweite Fahrer nach Nicolas Vouilloz, der die Elite-Gesamtwertung bereits in seiner ersten Saison gewinnt.
Den Tagessieg holte Luke Meier-Smith. Nach einer schwierigen Saison fand der Australier ausgerechnet dort zu alter Stärke zurück, wo er bereits 2025 gewonnen hatte. In 3:08,38 Minuten setzte er sich 1,3 Sekunden vor dem Österreicher Andreas Kolb durch. Lachlan Stevens-McNab komplettierte das Podest.
Bouladou verhindert Hölls Rekord
Bei den Frauen sorgte Lisa Bouladou für die Überraschung. Die 21-jährige Französin hatte bereits eine Woche zuvor mit Rang drei in Whistler ihre bisher beste Weltcup-Platzierung gefeiert. In Lake Placid legte sie nochmals nach und fuhr in 3:36,03 Minuten zu ihrem ersten Weltcupsieg.
Valentina Höll musste sich mit Rang zwei begnügen. Die Österreicherin war auf dem Weg zu ihrem siebten Saisonsieg, wurde im offenen Schlussteil aber von starkem Gegenwind gebremst. Damit verpasste sie die Chance, den Saisonrekord von Anne-Caroline Chausson und Rachel Atherton einzustellen. Am überlegenen Gesamtsieg änderte das nichts. Höll beendet die Saison mit 1085 Punkten Vorsprung. Harriet Harnden wird Gesamtzweite vor Gracey Hemstreet.
Tahnée Seagrave rundete das Tagespodest als Dritte ab, nur sechs Zehntelsekunden hinter Bouladou.
Boadle und Wilson feiern ihre ersten Siege
Auch bei den Junioren gab es zwei Premieren. Junioren-Weltmeisterin Tilly Boadle aus Australien gewann erstmals ein Weltcuprennen. Sie setzte sich vor Indy Deavoll und Gesamtweltcupsiegerin Aletha Ostgaard durch.
Bei den Männern verabschiedete sich Ryder Wilson mit seinem ersten Weltcupsieg aus der Juniorenkategorie. Der Kanadier setzte sich zwei Sekunden vor Malik Boatwright durch, Noé Forlin wurde Dritter. Den Gesamtweltcup hatte sich Jonty Williamson bereits zuvor gesichert. Der Neuseeländer verpasste die nordamerikanischen Rennen wegen eines Handgelenkbruchs, seine sieben Saisonsiege reichten dennoch zum Gesamterfolg.
Damit endet in Lake Placid eine Downhill-Saison, die bis zum letzten Lauf Spannung bot und mit Vermette und Höll zwei würdige Gesamtsieger kürte.