Zimtstern steht vor dem Aus | Ride MTB

Zimtstern steht vor dem Aus

Die Aargauer Marke Zimtstern startete 1995 und avancierte rasch zum Kultlabel. Doch damit ist jetzt Schluss: Zimtstern wird im Laufe dieses Jahres seine Geschäftstätigkeit zurückfahren und hat sich einen geordneten Rückzug verordnet. Die Bike Wear für die Saison 2018 wird indes planmässig ausgeliefert und diese erfolgreiche Sparte eventuell weitergeführt.

Die Schweizer Firma Zimtstern AG wird seine Geschäftstätigkeit im Laufe dieses Jahres nach und nach zurückfahren und geordnet einstellen, gibt das Unternehmen bekannt. Gleichzeitig sind zurzeit verschiedene Optionen in Prüfung, ob und wie die wachsende Bike Wear-Sparte erfolgreich weitergeführt werden kann. Die Bike Wear für die kommende Saison wird planmässig im Frühling 2018 ausgeliefert und bei den Zimtstern Händlern erhältlich sein. Zimtstern ist seit 2010 mit Herren Bike-Wear aktiv am Markt, im Jahr 2012 kam eine Damen-Kollektion dazu.

Die Firma und Marke Zimtstern wurde per Mitte September 2013 in die Sports-Pool AG integriert. Diese Eigentümerin hat bisher vor allem Ski- und Snowboard-Bekleidung unter der Marke Belowzero produziert und verkauft, sowie Konzepte im Bereich Eigenmarken entwickelt.

Im Sommer 2014 verabschiedete sich Thomas Meyer, der Gründer und Geschäftsführer von Zimtstern, nach fast zwanzig Jahren von «seinem Kind» für einen Generationenwechsel in der Firma seines Vaters, der Erme AG. Als neuer CEO von Zimtstern amtete seit Sommer 2014 Thomas Triet, seit 2005 ein langjähriger Weggefährte von Meyer.

Schneesport: Nachlassende Bedeutung

In den letzten Jahren musste Zimtstern jedoch erkennen, dass aufgrund der angespannten Marktlage eine dauerhaft profitable Geschäftstätigkeit nicht mehr möglich sei. Auch nach zahlreichen Sparanstrengungen in den letzten Jahren sei es gerade im Kerngeschäft der Ski- und Snowboardbekleidung zunehmend schwieriger geworden, rentabel zu arbeiten. Die generell nachlassende Bedeutung des Schneesports im Heimmarkt und des Snowboardens im Besonderen, die Frankenstärke und das veränderte Konsumverhalten haben letztlich zur strategischen Entscheidung geführt, zukünftig keine neuen Kollektionen mehr zu entwickeln und zu vermarkten, gibt Zimtstern in einer Pressemitteilung bekannt.

Die elf Mitarbeitenden und die Fachhändler wurden bereits im Spätherbst 2017 über den Entscheid informiert. Die Zimtstern Stores in Lenzerheide, Flims-Dorf, Zürich-Altstetten und Suhr bleiben bis im Frühling 2018 geöffnet.

www.zimstern.com