Grittlesee
Beschreibung
Vom Ausgangsort Blitzingen rollt man anfänglich auf der Velo-Route talauswärts bis kurz vor Mühlbach. Nach einer scharfen Linkskurve steigt man auf einem Strässchen (Asphalt und Schotter im Mix) hoch bis nach Chäserstatt. Dann ist fertig lustig! Eine supersteile und ruppige Strasse führt hoch auf den Bergrücken. Hier kmmen sogar kräftige E-Mountainbikes an ihre Grenzen. Nicht ganz 500 Höhenmeter sind auf diesem Weg zu erleiden bis die Strecke in der Bergrückenregion abflacht. Schliesslich geht die Route in einen Trail über, der oft übers freie Feld führt und punktuell nur schwer zu erkennen ist. So erreicht man den Übergang oberhalb des Grittlesees und geniesst den tollen Blick hinüber ins Aletschgebiet und auf den Rappegletscher auf der anderen Seite.
Nun steht die Abfahrt auf dem Plan. Diese führt wie schon über den Bergrücken durchs offene Gelände, ist aber für gute Mountainbiker bis auf eine felsige Rechtskurve problemlos fahrbar. Die Wegmarkierungen sind gut zu erkennen, der Weg ist oft nur ansatzweise zu erkennen. In diesem Modus steuert man runter zum Waldrand, wo der eigentliche Abfahrtsspass so richtig los geht! Der Pfad durch den Wald ist ein Schmuckstück: kurvig, schnell, knifflig, waldig-weich, wurzlig, steil, flach – alles ist dabei. Besonders schön sind die enorm grossen Lärchen! Der Pfad führt in diesem Stil bis zum Talboden und damit zum Ausgangpunkt.
Hinweis: Im Sommer weiden auf dem Bergrücken vom Ernergalen Schafe mitsamt Herdenschutzhunden. Dann ist das gesamte Gebiet grossräumig eingezäunt und die Hunde lassen Mountainbiker durch, die ihr Rad schieben. Deshalb ist die Route im Herbst lohnenswerter.
Karte & GPX-Track
Die Karte ist nur für Ride-Abonnenten verfügbar.
Das Ride-Abo gibt es auf ride-mtb.com/abo
Details zur Tour
25 km
1425 m
1425 m
1221 M.ü.M.
2595 M.ü.M.
1 Tag
Blitzingen
Blitzingen
3073
gut tauglich
Weitere Informationen
Für diese Region sind keine Bike-Schulen registriert. Eine Anmeldung als Partner erfolgt hier.
Am 24. Juni 2026 habe ich diese Tour endlich gemacht. Erster Versuch vor 4 bis 5 Jahren im Oktober, da musste ich umkehren weil auf der Aernergale schon Schnee lag.
Ich bin begeistert von dieser Tour. Hier ist noch ein Stück wildes unverbautes Wallis. Nur Trail, keine Forststrassen. Ich war lange unterwegs. Auf dem Bike muss jemand technisch etwas drauf haben, sonst wird es keinen Spass machen. Für mich war es grandios.
Diese Tour war für uns ein echtes Highlight!
Wegen der Herdenschutzhunde (https://www.protectiondestroupeaux.ch/herdenschutzhunde/tourismus-und-h…) hatten wir (jetzt im August 2025) zuerst die Tour runter nach Z'Mübach geplant.
In Mühlebach und Chäserstatt war dann eine detailliertere Karte auf der man sah, dass zwischen den eingezäunten Herden auf der Ärnergale ein Korridor durchging. Auf Nachfrage bei der Schäre-Hütte wurde uns das bestätigt, so dass wir die Tour bis Grittlesee wagten.
Die Herde war zum Glück auch viel weiter unten Richtung Rappetal, so dass wir keinen Kontakt mit den Hunden hatten, wobei der Weg so eh an der Herde vorbei geführt hatte.
Der Aufstieg bis Chäserstatt war einfach, danach war wirklich Schluss mit lustig! :D
Die grobe Schotterstraße ist immer wieder sehr steil, aber immerhin kann man das Rad schieben. Ab Schäre war dann bis zu den Rindern wieder etwas mehr fahrbar. Ab den Rindern mussten wir wieder alles schieben (man sieht kaum einen Weg und es ist sehr holprig) und ab Ärnergale haben wir dann auch viel getragen. Durch das super Panorama war das jedoch nicht tragisch.
Wegen der Herden mussten wir den eigentlichen Weg etwas verlassen und so ging es rel. lange durchs Gelände ohne ersichtlichen Weg.
Der Grittlesee war bei uns komplett ausgetrocknet, Grundle und Mittle hatten noch Wasser.
Der obere Teil der Abfahrt war zum Teil anspruchsvoll, aber nie gefährlich. Je weiter man runter kam, desto flowiger wurde der Weg.
Bei den Herden an der Bodmerchumma hatte es keine Hütehunde, aber man musste zum Teil über den Elektrozaun drüber, ohne entsprechende Durchgänge. War ein prickelndes Erlebnis :). An der Bodmeralp mit den Schwarznasenschafen waren dann Griffe zum Öffnen/Schließen des Zaunes. Ab hier wurde der Weg dann zum Teil auch sehr steil und eine gute Radbeherrschung mit sensiblen Bremsfingern ist Pflicht. Für erfahrene und geübte Mountainbiker jedoch eine lohnende Abfahrt, wenn man den mühevollen Aufstieg nicht scheut.
Insgesamt war es für uns eine tolle Tour, die alles zu bieten hatte. Mühevoller Aufstieg, tolles Panorama, Einsamkeit und eine anspruchsvolle Abfahrt.
Wer jedoch nicht gerne schiebt/trägt und eher glattgeleckte Wege mag, sollte besser die Finger davon lassen.