Juliana verschwindet als Fahrradmarke
Juliana Bicycles wird keine Fahrräder mehr unter eigenem Namen produzieren. Die bisherige Schwestermarke wird wieder vollständig in Santa Cruz integriert. Modelle wie Furtado, Roubion, Wilder und Joplin verschwinden damit ebenso wie der Juliana-Schriftzug auf dem Unterrohr.
Die Geschichte der Marke begann 1999 mit einem nach der Mountainbike-Weltmeisterin Juli Furtado benannten Santa-Cruz-Modell. 2013 wurde daraus eine eigenständige Marke, die sich gezielt an Mountainbikerinnen richtete. Die Rahmen entsprachen weitgehend den jeweiligen Santa-Cruz-Modellen, ergänzt durch eigene Farben, angepasste Federelemente und andere Kontaktpunkte.
Für bestehende Kundinnen soll sich vorerst wenig ändern. Garantie, Support und das Modellarchiv werden von Santa Cruz übernommen. Auf der bisherigen Juliana-Website sind allerdings keine neuen Fahrräder mehr aufgeführt. Juliana begründet den Schritt damit, die bisherige Arbeit künftig unter dem grösseren Dach von Santa Cruz fortführen zu wollen.
Der Zeitpunkt fällt auf: Auch Santa Cruz gehört zum niederländischen Fahrradkonzern Pon.Bike. Dieser hatte praktisch zeitgleich angekündigt, den traditionsreichen Cannondale-Hauptsitz im US-Bundesstaat Connecticut zu schliessen. 143 Stellen sind betroffen, globale Funktionen werden in den Niederlanden und in Freiburg gebündelt. Auch der US-Vertrieb von Cannondale, Santa Cruz und Cervélo soll enger zusammengeführt werden.