Juniorin Zierl schneller als Elite, Pierron gelingt in Lenzerheide WM-Revanche | Ride MTB

Juniorin Zierl schneller als Elite, Pierron gelingt in Lenzerheide WM-Revanche

An den Weltmeisterschaften gingen Tahnee Seagrave und Amaury Pierron leer aus, in Lenzerheide fahren sie sich an die Spitze zurück. Seagrave entscheidet den achten Weltcup-Lauf vor Nina Hoffmann und Vali Höll, Pierron siegt vor Henri Kiefer und Lachlan Stevens-McNab. In den U19-Rennen siegen Rosa Zierl und Asa Vermette. Zierl mit der Tagesbestzeit bei den Frauen, Vermette mit der zweitbesten Zeit aller Männer.

Pierron siegt, Bruni führt Gesamtklassement an

Amaury Pierron (Commencal/Muc-Off by Riding Addiction) hat in Lenzerheide seinen ersten Weltcupsieg der Saison gefeiert. Der zweifache Gesamtweltcup-Gesamtsieger war nach einem Schlüsselbeinbruch zurückgekehrt und musste sich zunächst über die zweite Qualifikation für das Finale durchkämpfen. Dort setzte er mit 2:44,6 Minuten die Bestzeit.

Ronan Dunne (Mondraker Factory Racing DH), Gewinner in Les Gets, blieb nur eine Sekunde zurück, während Andreas Kolb (YT Mob) mit 2:46,4 den dritten Platz belegte. Zahlreiche Fahrer wurden durch Reifendefekte ausgebremst. Henri Kiefer (Canyon CLLCTV Factory Team) kam Pierron am nächsten und belegte mit vier Zehntelsekunden Rückstand Rang zwei. Der Neuseeländer Lachlan Stevens-McNab (Trek Factory Racing DH) fuhr auf Platz drei.

Titelverteidiger Loïc Bruni (Specialized Gravity) hatte die Chance, im Gesamtklassement davonzuziehen. Doch er verlor im technischen Mittelabschnitt Zeit und beendete das Rennen 1,6 Sekunden hinter Pierron auf Rang fünf. Damit führt er zwei Rennen vor Saisonende mit 100 Punkten Vorsprung auf Weltmeister Jackson Goldstone (Santa Cruz Syndicate), der nach einem Sturz nur 25. wurde.

Pierron zeigte sich überrascht: «Ich habe das nicht erwartet. Das Wochenende war ein Albtraum, viele Probleme mit dem Material. Ich hatte keine Erwartungen und habe einfach alles gegeben. Am Ende war es genug. Nach meinen Verletzungen war es eine harte Saison. Ich bin überglücklich.»

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Seagrave gewinnt bei den Frauen – Höll verteidigt Führung

Die Britin Tahnée Seagrave (Orbea/FMD Racing) hat in Lenzerheide ihren dritten Weltcupsieg der Saison geholt. Nach einem Fehler im oberen Abschnitt fing sie sich wieder und erreichte mit 3:11,5 Minuten eine Zeit, die keine Konkurrentin mehr unterbieten konnte.

Die Deutsche Nina Hoffmann (Santa Cruz Syndicate) kam ihr am nächsten und verpasste den Sieg um sechs Hundertstel. Weltmeisterin Valentina Höll (YT Mob) lag zwischenzeitlich in Führung, verlor jedoch im Schlussteil und wurde Dritte.

Seagrave meinte: «Ich habe mich die ganze Woche nicht gut gefühlt. Es war stressig, überhaupt über die zweite Qualifikation ins Finale zu kommen. Mein Lauf fühlte sich nicht schnell an, umso überraschter war ich von meiner Zeit.»

Höll bleibt mit 127 Punkten Vorsprung vor Gracey Hemstreet (Norco Race Division) Gesamtführende, während Seagrave dank ihres Sieges weiter in Reichweite des Gesamtsiegs bleibt.

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Junioren: Vermette holt ersten Sieg, Zierl baut Führung aus

Der US-Amerikaner Asa Vermette (Frameworks Racing/5DEV) feierte in Lenzerheide seinen ersten Sieg im Junioren-Weltcup 2025. Der 18-Jährige dominierte nach der schnellsten Qualifikationszeit auch das Finale und gewann mit 2:44,7 Minuten und 4,7 Sekunden Vorsprung. Weltmeister Max Alran (Commencal/Muc-Off by Riding Addiction) wurde nach einem Reifenschaden Vierter.

«Es war genau der Lauf, den ich fahren wollte», sagte Vermette. «Alles hat gepasst. Ich bin überglücklich, endlich gewonnen zu haben.»

Vermette hätte mit seiner Fahrzeit bei der Elite Platz zwei erreicht.

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Bei den Juniorinnen setzte sich Rosa Zierl (Cube Factory Racing) durch. Die 16-jährige Weltmeisterin fuhr mit 3:11,4 Minuten erneut eine fehlerfreie Linie und gewann vor Aletha Ostgaard (Canyon CLLCTV Factory Team). Rosa Marie Jensen (SFR Specialized Factory Racing) belegte Rang drei.

Zierl erklärte: «Ich wollte einfach sicher ins Ziel kommen und konstant bleiben. Nach dem WM-Titel noch einmal zu gewinnen, ist mehr, als ich erwartet habe.»

Zierls Fahrt ist übrigens rund eine Zehntelsekunde schneller als die von Seagrave, was die Tagesbestzeit bedeutet. Wenn auch nicht 100 Prozent vergleichbar, zeigt es aber das grosse Potenzial der jungen Österreicherin.

Mit ihrem vierten Saisonsieg führt Zierl die Gesamtwertung nun mit 75 Punkten Vorsprung an und könnte sich bereits beim nächsten Rennen in Lake Placid den Titel sichern.

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