Santa Cruz spendiert dem Tallboy ein neues Federungssystem
Das Tallboy von Santa Cruz geht als vielseitiges 29-Zoll-Trailbike in eine neue Generation. Es richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die ein leichtes, effizientes und zugleich abfahrtsstarkes Mountainbike mit wenig Federweg suchen. Der Rahmen wurde gegenüber dem Vorgängermodell um 300 Gramm leichter, im Vergleich zum 5010 beträgt die Differenz sogar mehr als 400 Gramm. Mit einem Gesamtgewicht ab 13,2 Kilogramm positioniert sich das Tallboy als sportliches Trailbike, das trotz 130 Millimeter Federweg am Heck und 140 Millimeter an der Front zügig bergauf fährt und bergab deutlich mehr Reserven bieten soll, als es die Federwegsangabe vermuten lässt.
Eine zentrale technische Neuerung ist der Viergelenker-Hinterbau. Santa Cruz setzt bei diesem Modell nicht auf maximale Effizienzwerte, sondern auf ein aktives Fahrwerk mit geringem Anti-Squat und niedrigem Anti-Rise. Dadurch soll das Hinterrad auch beim Pedalieren in rauem Gelände sensibel arbeiten und bei harten Schlägen weniger Pedalrückschlag erzeugen. Gleichzeitig soll das Bike beim Bremsen in steilem und unebenem Gelände kontrolliert bleiben, Traktion aufbauen und den Fahrer besser von Schlägen entkoppeln. Laut Josh Kissner, Director of Product bei Santa Cruz, wurde die Kinematik bewusst so ausgelegt, dass das Tallboy ein anderes Fahrgefühl als seine Vorgänger bietet. Das Fahrwerk sei moderat progressiv, schlucke Unebenheiten geschmeidig und bleibe dennoch agil und sportlich. Zusätzlich ermöglicht die neue Konstruktion ein geringeres Rahmengewicht und mehr Einstecktiefe für die Sattelstütze.
Alle Tallboy-Rahmen bestehen künftig aus dem hochwertigen CC-Carbon von Santa Cruz. Damit gibt es nur noch ein Carbon-Layup, unabhängig von der Ausstattung. Die Rahmen bleiben zugleich mit mechanischen Schaltungen kompatibel, da entsprechende Leitungskanäle vorgesehen sind. Angeboten wird das Tallboy in den Grössen XS bis XXL. Die Geometrie und die Steifigkeit sind grössenabhängig angepasst, damit alle Rahmengrössen ein möglichst vergleichbares Fahrverhalten bieten. Die grössere Einstecktiefe erlaubt zudem den Einsatz längerer Teleskopstützen.
Zur Ausstattung gehören 29-Zoll-Laufräder, ein Flip-Chip zur Anpassung der Geometrie sowie die überarbeitete Glovebox V2 im Unterrohr. Diese soll dank verbesserter Verriegelung, stabilerer Verbindung und neuer Befestigung langlebiger, leiser und einfacher zu bedienen sein. Ergänzt wird sie durch eine zusätzliche Werkzeug- oder Schlauchaufnahme unter dem Oberrohr, wodurch im Rahmenfach mehr Platz für Verpflegung bleibt. Der Flip-Chip bietet zwei Positionen: Die hohe Einstellung ist auf bessere Pedalierbarkeit ausgelegt, die niedrige auf mehr Abfahrtsorientierung.
Das Tallboy kommt in mehreren Ausstattungen auf den Markt. Die Version 90 kostet 5999 Euro, die GX-Variante 6999 Euro und die XT Di2 7999 Euro. Das Modell XO AXS RSV liegt bei 9499 Euro. Das Rahmenset kostet 3799 Euro und wird inklusive Rockshox Deluxe Ultimate Dämpfer angeboten. Eine günstigere Deore-Ausstattung sowie eine limitierte Flight-Attendant-Version sollen im Laufe der Saison folgen.