Specialized trennt sich überraschend von Weltmeisterin Laura Stigger | Ride MTB

Specialized trennt sich überraschend von Weltmeisterin Laura Stigger

Laura Stigger mit ihrer Goldmedaille bei der XCO-Weltmeisterschaft 2026.

Foto: Matthias Heschl / Red Bull Content Pool

Nach acht sehr erfolgreichen Jahren bei Specialized Factory Racing wird der Vertrag der Österreicherin nicht mehr verlängert. Für Stigger, die 2026 einen XCC-Weltcupsieg und den WM-Titel im Short Track holte, kommt das Aus unerwartet. 

Die österreichische Weltcup-Athletin Laura Stigger versteht die Welt nicht mehr. Nach einer ihrer erfolgreichsten Saisonen überhaupt, wurde sie von der Nachricht überrascht, dass Specialized Factory Racing ihren Vertrag nicht mehr verlängern wird. Acht Jahre lang fuhr die Tirolerin für das US-Team und konnte in dieser Zeit 16 Podiumsplätze holen. Sechs Mal stand sie ganz oben und im August 2026 holte Stigger zudem den WM-Titel im XCO.

In einem Posting auf ihrem Instagram-Kanal nimmt die 26-jährige kurz Stellung zur aktuellen Situation. Sie sei schwer enttäuscht, die Entscheidung von Specialized breche ihr das Herz. Sie blicke auf acht sehr erfolgreiche Jahre mit dem Team zurück in denen sie gewachsen sei und viele Freundschaften geschlossen habe. Dafür sei sie dankbar. Bis Ende 2026 ist Stiggers Vertrag mit Specialized Factory Racing noch aufrecht, heisst es dazu seitens ihres Managements. Diesen werde sie «selbstverständlich erfüllen» daher könne man im Moment auch noch nicht mehr zur Thematik sagen. Stigger befindet sich derzeit im Urlaub und war nicht persönlich erreichbar. Ihr bisheriges Team wurde ebenfalls um eine Stellungnahme angefragt, die an dieser Stelle ergänzt wird, sobald sie eintrifft. 

«Wunderkind» aus dem Ötztal

Sorgen um die Zukunft wird sich Stigger wohl keine machen müssen. Die Österreicherin ist eine konstante Top Ten-Fahrerin und galt schon zu Beginn ihrer Karriere als «Wunderkind». Aufgewachsen in Haiming, am Eingang zum Ötztal in Tirol, fand sie über das dort beheimatete Racing Team Haiming früh zum Mountainbike-Sport. Der Verein gilt als die Kaderschmiede der österreichischen Crosscountry-Szene. Schon als Nachwuchsfahrerin sorgte Stigger für Aufsehen und sammelte ab 2014 internationale Titel. Dass sie nicht nur ihr Mountainbike beherrscht, bewies sie 2018, als sie bei der Strassenrad-WM in Innsbruck den Juniorinnen-Titel holte. Es war ihr erst zweites Antreten bei einem Strassenbewerb wohlgemerkt.  

 


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