Struktur versus Freiheit: die Extreme des Radsports im Dok-Film | Ride MTB

Struktur versus Freiheit: die Extreme des Radsports im Dok-Film

Sie sind im selben Quartier aufgewachsen und besuchten einst dieselbe Spielgruppe. Heute gehören sie zur weltweiten Radsport-Elite – doch ihre Wege könnten unterschiedlicher kaum sein. Ein neuer Dok-Film von NZZ Format begleitet Aline Seitz und Robin Gemperle durch ihren extremen Alltag.

Die neue Video-Dokumentation «Radprofis in zwei Welten» von NZZ Format liefert einen tollen Einblick in aussergewöhnliche Leistungen und pure Leidenschaft auf zwei Rädern. Sie beleuchtet zwei faszinierende, aber völlig gegensätzliche Lebensentwürfe im modernen Spitzensport.

Auf der einen Seite steht die Bahnrad-Spezialistin Aline Seitz. Die 29-Jährige bewegt sich im hochstrukturierten Verbandssystem und bereitet sich mit kompromisslosem Training auf die Europameisterschaften 2026 im türkischen Konya vor. Doch die Dokumentation zeigt auch die ungeschönte Realität hinter dem Glanz: Trotz Olympiateilnahme und enormem Aufwand erhält sie vom Verband keinen Lohn; die finanzielle Planbarkeit bleibt ein permanenter Kampf.

Einen komplett anderen Weg hat ihr ehemaliger Nachbar Robin Gemperle eingeschlagen. Der Schweizer hat sich als einer der weltbesten Ultracyclisten etabliert und sucht in der Extrembelastung die grösstmögliche Unabhängigkeit. Die Doku begleitet ihn rund um das Transcontinental Race 2026: Ein brutaler, 5000 Kilometer langer Trip von Norwegen nach Griechenland. Ohne Team, weitgehend auf sich allein gestellt, agiert er als Ein-Mann-Unternehmen, das vom Schlafplatz bis zur Routenplanung alles selbst bestimmt.

Die NZZ-Reportage blickt schonungslos hinter die Kulissen dieser zwei sportlichen Extreme. Eine absolute Sehempfehlung für alle, die sich für den unbändigen Antrieb von Profi-Athleten und die vielen Facetten des Radsports interessieren.